Wirtschaft

Die Lufthansa-Piloten sagen den Streik ab

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:19

Die Lufthansa sagte ihre für Dienstag geplanten Streiks überraschend ab. Die französische Fluggesellschaft Air France streicht jedoch am Montag wegen eines Streiks der Piloten die Hälfte ihrer Flüge. Betroffen sind auch Flüge von bzw. nach Wien.

Die Tarifkommission der Pilotengewerkschaft habe daraufhin noch für diese Woche neue Gesprächstermine angeboten. Die Lufthansa wollte die ursprünglich angekündigte Arbeitsniederlegung, die zwischen 9.00 und 17.00 Uhr Langstreckenflüge ab Frankfurt treffen sollte, ins Leere laufen lassen und sämtliche 40 Verbindungen anbieten. Lufthansa hatte bereits an vorangegangenen Streiktagen Management-Piloten und Freiwillige in ungenannter Zahl eingesetzt.

Trotz Streikabsage drohten erhebliche Verspätungen. Ob der Flugbetrieb nach dem Rückzieher normal laufen werde, sei nicht unmittelbar absehbar, sagte ein Lufthansa-Sprecher. "Die Absage kommt reichlich spät."

Air France streikt

Drei Maschinen werden erst gar nicht von Paris in Richtung Wien-Schwechat starten. Somit fallen auch die Retourflüge ab Schwechat um 10.05 Uhr, 16 Uhr und 20.10 Uhr nach Paris Charles de Gaulle aus.

Etwa 60 Prozent der Piloten wollen ihre Arbeit niederlegen. Die Verhandlungen mit der Unternehmensführung waren am Abend erfolglos "beendet" worden. Air France riet Passagieren, die zwischen dem 15. und 22. September verreisen wollen, ihren Flug kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Die täglichen Einbußen durch den Streik werden auf 10 bis 15 Mio. Euro geschätzt.

Billiglinie bringt Dumpinglöhne

Die Gewerkschaft hatte wegen des geplanten Ausbaus der Billig-Fluglinie Transavia zu einem einwöchigen Streik aufgerufen. Die Airline will Kurz-und Mittelstreckenflüge verstärkt über das Tochterunternehmen Transavia abwickeln. Die Arbeitnehmervertreter befürchten eine Auslagerung von Jobs und schlechtere Arbeitsbedingungen.
Air France steht wie die Lufthansa unter dem Druck von Billiganbietern wie Easyjet, Ryanair und Vueling. Der französisch-niederländische Konzern Air France-KLM will mit den Sparplänen seine jährlichen Kosten um mehr als eine Milliarde Euro senken. Zuletzt haben die Piloten von  die Arbeit niedergelegt.

 

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