Die Lügen dieses Wieners machen allen Spaß

Bild: Hertel Sabine

Wetten, dass Sie schon einmal auf eine Enthüllung dieses Journalisten hereingefallen sind? Fritz Jergitsch, 24, ist der Mann hinter der "Tagespresse" - und verantwortlich für Schlagzeilen wie: "Snowden in Wien gelandet: Vertraut in Trägheit der Justiz" oder "Brief lag jahrelang auf Postamt herum: Aufnahmebestätigung der Kunst-Uni erst jetzt an Adolf Hitler zugestellt".

Wetten, dass Sie schon einmal auf eine Enthüllung dieses Journalisten hereingefallen sind? Fritz Jergitsch, 24, ist der Mann hinter der "Tagespresse" – und verantwortlich für Schlagzeilen wie: "Snowden in Wien gelandet: Vertraut in Trägheit der Justiz" oder "Brief lag jahrelang auf Postamt herum: Aufnahmebestätigung der Kunst-Uni erst jetzt an Adolf Hitler zugestellt".

Erstere musste vom Außenministerium dementiert werden, die Hitler-Story (1,2 Millionen Klicks) brachte Jergitsch’ Server an seine Leistungsgrenze. "Als ich vor zwei Jahren startete, legte ich Wert darauf, dass die Seite seriös wirkt. Dadurch nehmen viele Leser die Artikel für bare Münze", erzählt der Satire-Star beim "Heute"-Besuch in seiner WG auf der Wiener Wieden.

Obwohl er mit der "Tagespresse" Geld verdient ("Ein Porsche geht sich zwar noch nicht aus, aber ich kann gut davon leben"), teilt der Hobby-Koch die Wohnung mit drei Freunden – jeder hat sein eigenes Fach im Kühlschrank.

Fünf Mal in der Woche veröffentlicht Jergitsch, der zwei freie Autoren beschäftigt, um zehn Uhr einen Artikel: "Da stehen die Studenten gerade auf, und in den Büros enden die Meetings." Sein Ziel? "In erster Linie will ich unterhalten. Das ist ein Vollzeitjob, denn auf Druck lustig zu sein, ist nicht so leicht."

 

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