Erntezeit ist derzeit im Waldviertel - einem der größten Mohnanbaugebiete in Österreich. Doch die Ausbeute fällt heuer gering aus. Es ist sehr bitter. Durch den wochenlangen Regen sind viele Flächen abgesoffen, erklärt Franz Tiefenbacher vom Vermarktungsspezialisten Waldland. Der Mohnstrudel wird aber nicht teurer!
Statt den sonst üblichen 400 Tonnen Mohn pro Jahr hat Waldland heuer von den Bauern nur 250 Tonnen angekauft - insgesamt der Ertrag des Anbaus auf 500 Hektar.
15 Tonnen Mohnkapseln gehen davon an Floristen, vorwiegend nach Deutschland. Der Rest kommt in den Lebensmittelhandel. Im Vorjahr waren es wirklich traumhafte Mohnbestände. Dieses Jahr ist die Qualität leider nicht optimal, bedauert Tiefenbacher.
Der Mohnstrudel wird deshalb aber nicht teurer. Wir sind gekoppelt an den Weltmarkt, da spielt Österreich keine entscheidende Rolle, so der Fachmann. Insgesamt werden in Niederösterreich auf etwa 1000 Hektar Mohn angebaut.
Liebhaber von Süßspeisen schwören übrigens auf selbstgemachtes Mohnparfait: Eier mit Zucker, Mohn und Schlagobers mischen und einfrieren. Fünf Minuten Zubereitung - unendlicher Genuss.