Die Meldung, sie schlug am Samstagabend ein. So vermeldete die "Times", dass Superstar Cristiano Ronaldo Manchester United um Freigabe gebeten hat. Dies, weil der 37-Jährige in der kommenden Saison in der Champions League spielen will, auf die Europa League soll der Fußballer gemäß der britischen Zeitung so gar keine Lust haben. Auch andere Portale wie "The Athletic" und mehrere Transfer-Experten berichteten dies übereinstimmend. Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen zu dieser Hammer-Meldung.
Der Portugiese will Manchester United einerseits – wie erwähnt – verlassen, weil die Briten in der kommenden Saison nur in der Europa League vertreten sind. Das passt dem Superstar überhaupt nicht in den Kram, will er doch bis zu seinem Karriereende regelmäßig in der Königsklasse spielen – und bestenfalls diese auch nochmals gewinnen. Mit fünf CL-Titeln gehört er zu den Rekordsiegern des Wettbewerbs. Mit 140 Toren ist der 37-Jährige zudem Rekordtorschütze in der Champions League.
Das soll aber nicht der einzige Grund sein. So habe sich Ronaldo erhofft, so die Zeitungen, dass ManUnited in diesem Transfersommer so richtig zuschlägt. Dass bisher große Transfer ausblieben, gefalle dem Superstar überhaupt nicht. Und tatsächlich: Bei Manchester United gibt es zwar immer viele Gerüchte, wie etwa um Barcelonas Frenkie de Jong, passiert ist bisher aber noch nichts. Ganz im Gegensatz zu Manchester City, das Erling Haaland holte, und Liverpool, das Darwin Nuñez verpflichtete.
Gegenüber der BBC ließ Manchester United die Fussballwelt wissen, dass Ronaldo nicht zum Verkauf stehe. Er hat einen Vertrag bis 2023 und vor allem kommerziell einen großen Wert. Die Meinung ManUniteds? Verständlich. Denn auch sportlich ist der Superstar trotz seines hohen Fussballeralters eine Bank. In 37 Pflichtspielen in der letzten Saison traf er 23-mal. In der Mannschaft gehörte Ronaldo damit noch immer zu den besten Spielern. Oder ist das klare Nein der Briten nur Taktik, um mehr Geld für ihn rauszuschlagen? Vor einem Jahr dementierte Juventus Turin auch lange Zeit einen Wechsel Ronaldos – ehe dieser dann doch passierte.
Seit diesem Sommer ist Erik ten Hag der neue Trainer von ManUnited. Quellen zufolge soll Cristiano Ronaldo mit ihm überhaupt kein Problem haben. Ja, mehr noch: Ronaldo soll den Niederländer für einen sehr guten Trainer halten und sich mit ihm sehr gut verstehen. Geäußert hat sich ten Hag am Wochenende nicht zu der Transfer-Posse. Bei seiner Vorstellung meinte er aber, er rechne mit einem Verbleib des Stürmers und erwarte auch kommende Saison Tore von ihm.
Ja, das ist die große Frage. Dass sein Agent Jorge Mendes den Spieler bei anderen Klubs anbietet, wurde schon vor rund einer Woche öffentlich. Die Rede war von mehreren Top-Vereinen wie Bayern München, Roma oder auch Chelsea. Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic machte jedoch zuletzt öffentlich, dass Ronaldo kein Thema sei.
Und Roma? Dass der italienische Klub genügend Geld für Ronaldo hat, darf jedoch bezweifelt werden. Der Portugiese verdient bei United mehr als 2,7 Millionen Franken pro Monat! Außerdem spielt auch Rom in der kommenden Saison nicht in der Champions League . Realistischer ist da schon Chelsea. Doch lässt ManUnited den Superstar zu einem Ligakonkurrenten ziehen?
Die "Times" schreibt derweil, dass das Bayern-Nein nur die halbe Wahrheit ist. Demnach habe der FCB sein Interesse an der Legende nur pausiert, bis der Transfer von Robert Lewandowski beschlossen sei. Im 20-Minuten-Podcast "Anderi Liga" meinte Tobias Wedermann, 20-Minuten-Sportchef: "Er würde eine Liga kaputt schießen, in der er bisher noch nicht gespielt hat." "RMC Sport" will von einem Interesse von der SSC Napoli wissen.
Während sich die Fußballwelt wegen ihm in Aufruhr befindet, genießt der Portugiese seine Ferien. Zusammen mit der Familie genießt der Superstar laut "The Sun" die Ferien auf seiner millionenschweren Luxus-Yacht. Gemäß des "Mirrors" soll er jedoch am Montag nach Manchester zurückkehren und ins Training einsteigen. Sicher ist: Ruhiger wird es auch dann nicht um ihn werden – eher im Gegenteil.
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