Der Schweizer Bundesrat legte fest, dass bei Fußballspielen der Super League 1000 Personen im Stadion sein dürfen. Am Montagabend wurde dieser Beschluss fixiert. Neben den Mannschaften, Betreuern, Schiedsrichtern und sonstigen Mitarbeitern, die für die Durchführung eines Spiels nötig sind, werden ab sofort also rund 600 bis 700 Fans in die Arenen gelassen.
Für einige Klubs geht diese Neuerung anscheinend zu schnell. Das Berner Derby zwischen Thun und den Young Boys wird am Dienstagabend als Geisterspiel durchgeführt. Der Klub wolle keinen Schnellschuss machen, heißt es von Seiten Thuns. Ein Sprecher des Vereins sagt: "Wir sind ein kleiner Verein, bei dem ein Großteil der Mitarbeiter auf Kurzarbeit ist. Es ist schlicht zeitlich nicht möglich, das umzusetzen. Wir wollen keinen Schnellschuss machen, bei dem wir die Leidtragenden sind, weil das Ganze nicht wasserfest ist."
Somit wird es am Mittwoch bei Xamax gegen Basel erstmals laut. Die Hausherren wollen möglichst viele Fans ins Stadion lassen. Auch Lugano, St. Gallen und Sion haben für ihre Heimspiele bereits angekündigt, Anhänger zuzulassen.
In Österreich werden die vier verbleibenden Runden der Meisterschaft in Form von Geisterspielen ausgetragen. Ob und wieviele Fans in der kommenden Spielzeit erlaubt sein werden, ist noch nicht klar.