Die U-Bahn-Regeln gelten auch bei den Skiliften

Elisabeth Köstinger
Elisabeth Köstingerpicturedesk.com
Kritisch sieht Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), dass die Ski-Regeln gegen die anderen Corona-Maßnahmen ausgespielt würden.

"Bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie handelt es sich leider nicht um einen 1.000-Meter-Sprint, sondern um einen Iron Man", sagte Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Samstag. Man habe gehofft, dass die bisher gesperrten Branchen am 7. Jänner öffnen hätten können, das sei nun aber nicht möglich. "Wir haben es leider nicht geschafft, durch die harten Maßnahmen auf ein niedriges Niveau an Infektionszahlen zu kommen", so die Ministerin.

Gehofft wird nun auch auf die Zeit nach Ostern, um einen Teil der Wintersaison abfangen zu können. Kulturangebote, Hotelaufenthalte und Restaurantbesuche sollen durch das Freitesten bei den Massentests möglich werden. So soll es in jedem Bundesland entsprechende Teststraßen für die Bevölkerung geben, so Köstinger. "Die Situation ist extrem unterschiedlich", gesteht die Ministerin dazu, dass es einerseits Ausgangsperren, andererseits einen Skibetrieb gibt.

"Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Innenstadtlokal oder einer Hütte auf 1.800 Metern"

Sie wolle jetzt kein "Ausspielen" der Maßnahmen, sagte sie auf die Frage, warum die Gastronomie und der Handel weiter oder wieder schließen müssen, die Skilifte aber aufsperren könnten. "Wir öffnen die Skilifte für die Einheimischen. Gleichzeitig kann ich mit der U-Bahn in Wien zum Lainzer Tiergarten fahren. Der Unterschied ist kein großer", so Köstinger. Auch dieselben Maßnahmen würden gelten: Abstand, Mund-Nasen-Schutz und das Betreten von Berggastronomie mit negativem Test ab 18. Jänner: "Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Innenstadtlokal oder einer Hütte auf 1.800 Metern." Bei der Gastronomie würde die Polizei stichprobenartig kontrollieren.

Skigebiete in Stadtnähe könnten so auf Tagesauflügler bauen, während internationale Gäste ausbleiben würden. Seilbahnen hätten auch entsprechende Sicherheitskonzepte umgesetzt, um einen Betrieb zu ermöglichen. Nach dem Lockdown sollen die Infektionszahlen über Testen weiter niedrig gehalten werden und regionale Maßnahmen würden bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 150 umgesetzt werden. "Viel schneller als bisher" testen sei die neue Strategie, bis es Impfungen gibt.

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