"Superkräfte entwickelt"

Die unheimliche Siegesserie des Olympia-Fremdgehers

Sturla Holm Laegreid ist der Dominator des Weltcups. Nach seiner Fremdgeh-Beichte bei Olympia in Antholz startete er eine beinahe unheimliche Serie.
Sport Heute
21.03.2026, 08:31
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Der 29-jährige Biathlon-Star aus Norwegen hatte nach dem Auftaktrennen der Olympischen Winterspiele in Antholz und der gewonnenen Bronzemedaille für Aufsehen gesorgt. Live im TV berichtete der Star-Athlet, seine nunmehrige Ex-Freundin betrogen zu haben. Mit der Frau war er rund ein halbes Jahr lang liiert, drei Monate vor Olympia sei Laegreid fremdgegangen. Dies habe er der Frau eine Woche vor den Olympischen Winterspielen gebeichtet, sie trennte sich vom Norweger.

Laegreid sprach damals von der "Liebe meines Lebens", die er enttäuscht, hintergangen hatte. Er wollte die Frau, die anonym blieb, unbedingt zurückgewinnen – ohne Erfolg.

Bei Olympia in Antholz holte der Star-Biathlet letztendlich fünf Olympia-Medaillen, Gold blieb ihm aber verwehrt, er ergatterte stattdessen dreimal Silber und zwei Bronzemedaillen. Danach berichtete der Norweger, er habe nur wenig essen und schlecht schlafen können, habe abgenommen.

"Superkräfte entwickelt"

Umso bemerkenswerter, in welche Topform sich Laegreid gegen Ende der Saison zurückkämpfte. Der 29-Jährige kann nämlich auf eine beinahe unheimliche Serie zurückblicken. Unmittelbar nach Olympia hatte Laegreid zunächst einen zweiten Platz in Kontiolahti geholt, danach eine beeindruckende Siegesserie gestartet. Laegreid gewann die letzten sechs Weltcup-Bewerbe am Stück. Er triumphierte in der Staffel und im Massenstart im finnischen Kontiolahti, räumte im estnischen Otepää mit Sprint, Verfolgung und Single-Mixed-Staffel gleich alle drei Siege ab und triumphierte beim Weltcupfinale in Oslo am Freitag auch im Sprint, 3,9 Sekunden vor dem Franzosen Emilien Jacquelin.

"Ich glaube, ich habe so etwas wie Superkräfte entwickelt. Durch all das, was bei Olympia passiert ist, habe ich mentale Superkräfte entwickelt. Nach den Olympischen Spielen wirkt der Weltcup wie ein Kinderspiel", hatte Laegreid vor dem Start ins Weltcupfinale seine Topform erklärt. "Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, das Blatt zu wenden. Wenn ich hier diese Ergebnisse habe, gibt mir das Sicherheit für die Zukunft. Ich habe das Gefühl, dass ich fast alles schaffen kann", sagte Laegreid.

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