Verbissen wird um jede Stimme für die Volksbefragung am 20. Jänner gekämpft. Eine Karmasin-Umfrage für "Heute" zeigt, welche Argumente den Österreichern dabei wirklich wichtig sind.
Verbissen wird um jede Stimme für die Volksbefragung am 20. Jänner gekämpft. Eine Karmasin-Umfrage für "Heute" zeigt, welche Argumente den Österreichern dabei wirklich wichtig sind.
Im Auftrag von „Heute“ hat Karmasin Motivforschung die bisher größte Umfrage zu den beiden Heeresmodellen, dem Zivil- und Sozialdienst durchgeführt (800 Befragte).
Das Ergebnis: 51 % sind für die Wehrpflicht, 41 % wollen ein Profiheer – wir berichteten. Aber was sind die wichtigsten Motive für eine Entscheidung. "Heute" schlüsselt diese in einer Detailauswertung auf:
Bei den Berufsheer-Befürwortern dominiert die Ablehnung der Wehrpflicht. Die meisten (62 %) sagen: „Das derzeitige System ist nicht mehr zeitgemäß.“ 52 % fordern ein kleineres Heer. 47 % sind gegen den Zwang zum Dienst. Das freiwillige, bezahlte Sozialjahr ist für 44 % eines der Hauptmotive für ein Kreuz im oberen Kreis des Stimmzettels.
Bei den Wehrpflicht-Fans dominiert Skepsis gegenüber den SPÖ-Plänen. Für 65 % ist die Sorge vor schlechterem Katastrophenschutz ausschlaggebend – offenbar hat die SPÖ nicht gut genug kommuniziert, dass etwa im Vorjahr nur 3,7% aller Grundwehrdiener bei Naturkatastrophen geholfen haben (laut Ministerium). Sorge um Rettung und Altenbetreuung teilen 60%. Mehr als die Hälfte findet, dass jeder einen Beitrag zur Gesellschaft leisten sollte.
E. Nuler, P. Reidinger