Die Wiener Ringstraße wird 150 Jahre alt

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Einst ein Militärgelände, heute der schönste Boulevard der Welt: Die Ringstraße markiert das größte städtebauliche Projekt in der Geschichte Wiens. Heuer feiert sie ihren 150. Geburtstag.

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Mehr als 50 Jahre Bauzeit waren nötig, um die 5,3 Kilometer lange Ringstraße fertigzustellen – am 1. Mai 1865 wurde der erst zum Teil fertige Ring von Kaiser Franz Joseph feierlich eröffnet Ein kurzer Blick in die Vergangenheit zeigt die Entwicklung des Mega-Bauvorhabens: Am 20. Dezember 1857 ordnete der Kaiser an, die Befestigungsanlagen rund um die Innenstadt zu schleifen und aus dem bis dahin vom Militär genutzten Gelände einen Boulevard mit prachtvollen Bauten zu errichten. Aus verschiedenen Entwürfen wurde ein "Grundplan" erstellt, der eine Doppelallee-Straße mit öffentlichen Gebäuden, Privathäusern und Parks vorsah.
Das Projekt zog schnell Bauherren aus ganz Europa an – anerkannte Architekten wie Theophil von Hansen und Heinrich von Ferstel errichteten eindrucksvolle Bauten wie das Parlament oder das Naturhistorische Museum. All diese Prachtbauten erstrahlen heute noch in vollem Glanz. Aus der eleganten Flaniermeile der Kaiserzeit entwickelte sich ein vitaler, städtischer Lebensraum und Schauplatz für Veranstaltungen wie die Eröffnung der Wiener Festwochen, den Wiener Life Ball oder den Vienna City Marathon.

Und der Abschnitt des Rings beim Donaukanal hat sich zu einem Hotspot entwickelt: Eine urbane Lokalszene und moderne Architektur locken vor allem junges Publikum an. Das Gesamtkunstwerk, in dem sich die imperiale Kultur des kaiserlichen Wien und die "Belle Epoque" widerspiegeln, feiert am Freitag seinen 150er.

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