Wie gut oder schlecht das "Ghostbusters"-Remake gelungen ist, zeigt sich erst Anfang August. Wir hoffen, dass sich der Film nicht in die folgende Liste einreihen wird: Hier sind die Top 10 der schlechtesten Remakes aller Zeiten.
Fans der gar nicht sein... und haben eine Liste der schlechtesten Remakes aller Zeiten zusammengestellt...
Neuverfilmungen von Kino-Klassikern bergen stets die Gefahr, die Fans des Originals in irgendeiner Art und Weise zu erzürnen. Oft genießt die ursprüngliche Fassung eines Streifens aber auch nur deshalb einen hohen Stellenwert, weil sie den "Früher war doch alles besser"-Bonus für sich beansprucht. Derartige Neuverfilmungen finden sich nicht in unserer Liste! So fallen beispielsweise zähe Kalter-Kriegs-Parabeln wie "Der Tag an dem die Erde stillstand" und "Invasion of the Body Snatchers" von vornherein weg.
Weiters wurden keine Filme berücksichtigt, die zumindest einen (!) wirklich grandiosen Moment zu bieten oder eine andere Daseinsberechtigung abseits der Profit-Gier vorzuweisen haben. Dadurch scheiden Filme wie "Guess Who" und "Karate Kid" aus. Diskussionswürdig? Mit Sicherheit, aber so sehen nun mal unsere Regeln aus. Wer protestieren will, bekommt dazu in unserer abschließenden Abstimmung Gelegenheit. Und nun viel Spaß mit unserer Auswahl der schlechtesten Remakes aller Zeiten:
"Starsky und Hutch" (1975 - 2004)
Wie man einen Klassiker richtig zu neuem Leben erweckt zeigte "21 Jump Street" (2012). Das Negativ-Beispiel lieferten mit "Starsky und Hutch" ab. Grottig!
"Conan, der Barbar" (1982 - 2011)
Muskelprotz mischt im plotarmen Fantasy-Actioner böse Jungs auf. Auf diese Beschreibung lassen sich sowohl der neue als auch der alte Conan herunterbrechen. Was das Original gut und das Remake schlechte macht sind die Details: macht.
"Poseidon" (1972 - 2006)
Tiefgang hatte das Original nicht nur, weil es sich um ein Schiff dreht, dass verkehrt herum im Ozean treibt: Gene Hackman führte eine kleine Truppe Überlebender an die Oberfläche und ging dabei noch als echter Held durch. Das Remake ist nicht viel mehr als Handvoll Special Effects und ein Gastauftritt von Fergie. Danke, aber nein danke.
"City of Angels" (1987 - 1998)
Im Original hieß der Film "Der Himmel über Berlin". Wim Wenders' Geschichte über einen gefallenen bzw. fallenden Engel ist berührend, traurig, herzergreifend. Nick Cave spielt auch noch mit (DAS ist ein musikalischer Gastauftritt wie wir ihn gerne sehen!). Die Neufassung mit Nicholas Cage und Meg Ryan kann bestenfalls als mittelmäßige Hollywood-Schnulze bezeichnet werden.
"Das Ding aus einer anderen Welt" (1982 - 2011)
Zugegeben, eigentlich ist die Neuverfilmung ein Prequel und kein Remake. Aber die 2011er-Fassung hat nicht nur denselben Titel wie das Original, sondern offenbart sich auch erst am Ende als Vorgeschichte. John Carpenters "The Thing" (1982) war selbst schon ein Remake (der Film aus den Fünfzigern gehört zu den oben erwähnten Kalter-Krieg-Parabeln), hatte mit diesem aber recht wenig gemein.
Carpenters Film war der erste Mainstream-Horrorstreifen aus dem Splatter-Genre. Die grauslichen, manuell erzeugten Creature-Effekte fielen beim Publikum durch, genießen heute aber Kultstatus. Die CGI-Monster des Prequel-Remakes wirken dagegen wie ein schlechter Scherz.
Die weiteren fünf schlechtesten Remakes finden Sie auf der nächsten Seite.
"Die Frauen von Stepford" (1975 - 2004)
Unbequeme Frauen, die nicht nach der Nase ihrer Männer tanzen wollen, werden durch Roboter ersetzt. Aus der bösen Satire wurde ein peinliches Komödchen, das man besser sofort wieder vergisst.
"Clash of the Titans" (1981 - 2010)
Kostümschinken, in denen griechische Halbgötter gegen das Böse kämpfen, werden heutzutage zum Glück nur noch selten produziert. Laurence Olivier (als Zeus), Maggie Smith (Thetis) und Ursula Andress (Aphrodite) sind schon mal drei gute Gründe, sich das Original anzusehen. Der neue Filme ist eine reine CGI-Schlacht. Mads Mikkelsen, warum hast du da bloß mitgemacht?!
"Taxi" (1998 - 2004)
Wenn Hollywood Film-Hits aus dem Ausland kopiert, kommt meistens ein ziemlicher Schwachsinn dabei heraus. Die Originalfilme aus Frankreich (mit der jungen ) sind rasant, wortgewaltig und actionreich. Das in New York angesiedelte Remake mit Queen Latifah und Jimmy Fallon als konfatales Protagonisten-Duo ist eine spaßfreie Zumutung.
"Godzilla" (1954 - 1998)
Der Trailer zu Roland Emmerichs Monster-Film war nicht schlecht: In einem Museum wird das Skelett eines T-Rex ausgestellt und der Zuschauer darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Saurier um das größte Landraubtier aller Zeiten gehandelt hat. Plötzlich kracht der riesige Fuß von Godzilla durch die Decke und plättet das Exponat. Der fertige Film erwies sich leider als absolut unlustig und langweilig. Gareth Edwards machte es 2014 mit seinem besser. Das Maß aller Dinge sind aber immer noch die alten japanischen Filme - mit Städten aus Pappe und Ungeheuern, in denen kleine Schauspieler stecken.
"Planet der Affen" (1968 - 2001)
Es ist nur die berühmteste Abschlussszene der Filmgeschichte: Charlton Heston sinkt vor den Überresten der Freiheitsstatue in die Knie und brüllt seine Verzweiflung über die Zerstörungswut der Menschheit gen Himmel. Das Remake (in dem Heston in einer Cameo zum Primaten wird) endet mit einem zum Schimpansen mutierten Abe-Lincoln-Denkmal. Und das ist noch eine der besseren Szenen des Films. setzte seinen "Planet der Affen" trotz Traumcast (Mark Wahlberg, naja, aber immerhin waren Michael Clarke Duncan und Tim Roth dabei) völlig in den Sand.