Diebin schnitt sich Fußfessel ab und rief dann Justi...

Bild: Carsten Rehder (dpa)

Groteske um eine verurteilte Serien-Diebin aus Serbien: Biljana B. flüchtete samt Fußfessel in ihre Heimat und rief dann in der Justizanstalt an: "Wenn ihr wollt, schicke ich euch die Fessel retour."

Groteske um eine verurteilte Serien-Diebin aus Serbien: Biljana B. flüchtete samt Fußfessel in ihre Heimat und rief dann in der Justizanstalt an: "Wenn ihr wollt, schicke ich euch die Fessel retour."

Aufgeflogen sein soll der brisante Fall laut einem Beamten nur wegen eines Anrufes von Biljana B. aus Serbien: "Ich schicke euch die Fußfessel zurück, damit ihr keinen Schaden habt." So ehrlich war die 38-Jährige mit fremdem Eigentum freilich nicht immer: 2014 war sie nach monatelanger U-Haft in der Josefstadt zu über drei Jahren Haft verurteilt worden, kam Anfang 2015 in den gelockerten Vollzug und erhielt ab Mitte 2015 Ausgänge. Einen Tag vor Weihnachten bekam sie von der Justizanstalt Schwarzau die elektronische Fußfessel genehmigt (Reststrafe bis 2018, frühestmögliche bedingte Entlassung 2016).

Doch die verurteilte Kircheneinbrecherin und Diebin wollte das lästige Ding nicht länger am geschmeidigen Fußgelenk haben, fuhr in ihre Heimat, schnitt die Fessel runter und meldete sich am Samstag telefonisch bei der heimischen Justiz. "Das elektronische Hausarrest-System ist chaotisch, die Causa wird nicht hundertprozentig nachvollziehbar sein", weiß der Insider. Christian Lausch (FP) dazu: "Zuerst der randalierende Burger-Häftling, dann eine Fußfessel per Post. Die jetzige Regierung führt den Strafvollzug ins Lächerliche. Ich werde eine Anfrage ans Ministerium stellen, damit die Sache aufgeklärt wird."

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