Der "Traude Dierdorf-Sozialpreis" wurde nun im Sparkassensaal in Wiener Neustadt zum zweiten Mal in drei Kategorien vergeben. Ziel ist es, Menschen, die sich außerordentlich sozial engagieren, vor den Vorhang zu holen und sie auch finanziell zu unterstützen.
"Traude Dierdorf war als Mensch und als Sozialdemokratin Vorbild für ganz viele Menschen weit über die Grenzen Wiener Neustadts hinaus. Ich freue mich sehr, dass ihr soziales Engagement fortgeführt wird und in diesem wertvollen Preis Ausdruck findet", sagt SPNÖ-Vorsitzender Sven Hergovich, im Rahmen der Sozialpreis-Gala in Wiener Neustadt.
"Der heutige Abend ist eine Botschaft der Menschlichkeit und des friedlichen Miteinanders in Zeiten von gesellschaftlicher Spaltung und unnötiger Konflikte in Europa. Und er ist ein Statement in einer Situation, wo die sozialen Probleme der Menschen nicht weniger, sondern im Gegenteil immer mehr werden, weil sich die Bürgerinnen und Bürger ihr Leben einfach nicht mehr leisten können. Eine Person die hier nicht weg-, sondern bewusst hingesehen hätte, ist Traude Dierdorf. Sie hat Wiener Neustadt in ihrer Amtszeit schlichtweg besser und menschlicher gemacht. Ich bin froh, dass wir heute einen Teil ihres Lebenswerks fortführen können", so Initiator, Landtagsabgeordneter und Vizebürgermeister von Wr. Neustadt, Rainer Spenger.
In der Kategorie "Zivilcourage" gewann Sarah Kaspar für ihr Engagement, im Gebärdendolmetsch im Krankenhaus zu helfen. Ihr Projekt „Auf Augenhöhe, Patienten/innen Begleitung in Gebärdensprache“ versucht gehörlosen Patienten im Krankenhaus jedmögliche Hilfestellung zu bieten und ihnen damit viele Ängste zu nehmen und die Gelegenheit zu geben selbst mit Fachpersonal zu kommunizieren.
Raphael Eder und der Verein „Pilgrim“ gewannen in der Kategorie "Soziales Projekt". Sie ist mit 3.000 Euro dotiert. Sie setzen sich gemeinsam für Menschen mit Behinderungen ein, etwa durch die Ermöglichung von Freizeit-Erlebnissen.
Und: Der Verein „Aktion Mitmensch“ setzt sich seit langer Zeit gegen die soziale Ausgrenzung und Entrechtung von Randgruppen und Schwächeren, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in der Stadt ein. Für das Engagement und wurde ihm der Traude Dierdorf-Preis für das „Lebenswerk“ verliehen. Entgegen genommen wurde er von Max Huber, seit Jahrzehnten einem der Hauptprotagonisten des Vereins.