Als Händler am 20. November 1985 die erste Windows-Version in ihre Regale stellten, war die Reaktion eher verhalten. Die Idee, dem textbasierten MS-DOS eine grafische Oberfläche zu verpassen, war zwar gut - doch die Maussteuerung hatte sich noch nicht durchgesetzt und das System war langsam.
Microsofts eigene Maus kostete damals 195 US-Dollar - umgerechnet fast 600 Dollar in heutigem Wert. Dass einige Programme aus dieser Zeit auch 40 Jahre später noch genutzt werden, hätte damals wohl niemand gedacht.
Fünf Apps aus Windows 1.0 sind aber bis heute fester Bestandteil des Betriebssystems, schreibt t3n. Optisch haben sie sich verändert, aber die Grundfunktionen sind dieselben geblieben.
Der Rechner gehört seit Jahrzehnten zu den simplen, aber unverzichtbaren Tools. In der ersten Version war er relativ einfach - erst ab Windows 3.0 kam ein wissenschaftlicher Modus mit Trigonometrie und anderen Funktionen dazu.
Notepad ermöglicht schnelle Notizen ohne Formatierung. Die moderne Version bietet Tabs, Rechtschreibkorrektur und sogar Copilot-Integration. Paint hat sich zu einem Mini-Photoshop entwickelt: Das Programm unterstützt mittlerweile Ebenen und kann Hintergründe entfernen.
Die Uhr war bis Windows 3.1 dabei, verschwand dann aber. Erst mit Windows 8.1 kehrte sie zurück - heute fungiert sie als Wecker, Stoppuhr und Timer.
Die Systemsteuerung regelte 1985 nur wenige Einstellungen. Mit Windows 8 kam die Einstellungen-App dazu, die sie ersetzen sollte. Bis heute existieren aber beide Programme parallel - was wo einstellbar ist, findet man oft nur durch Ausprobieren heraus.