Gerade im September werden viele Gartenfreunde aktiv und wollen ihre Pflanzen schon mal für das nächste Frühjahr vorbereiten. Doch Vorsicht: Ein voreiliger Schnitt kann bei manchen Gewächsen mehr Schaden anrichten als nutzen.
Viele Sträucher und Stauden bilden nämlich gerade jetzt ihre Blütenknospen für das kommende Jahr. Wer in dieser Phase zur Schere greift, entfernt genau diese Anlagen und steht dann im Frühjahr ohne Blüten da.
Wie chip.de berichtet, sollte man bei insgesamt sechs Pflanzenarten besonders aufpassen. Bei Hortensien etwa tragen verblühte Stiele oft schon neue Knospen. Größere Schnittmaßnahmen verschiebt man daher besser auf das Frühjahr.
Auch Rhododendren und Azaleen haben ihre Blütenknospen bereits angelegt. Hier sollte man nur beschädigte Äste oder welke Blüten entfernen - mehr nicht. Ähnlich verhält es sich bei Kamelien, die ihre Knospen Monate im Voraus vorbereiten.
Bei Rosen gilt: Verwelkte Blüten dürfen weg, aber ein starker Rückschnitt erhöht das Risiko für Frostschäden im Winter. Lieber bis zum Frühjahr warten.
Stauden wie Sonnenhut, Astern oder Fetthenne sollten im Herbst ebenfalls in Ruhe gelassen werden. Die Samenstände dienen Vögeln als Nahrungsquelle, die vertrockneten Stängel bieten ihnen Unterschlupf.
Dasselbe gilt für Ziergräser wie Chinaschilf oder Lampenputzergras. Die Halme schützen den Pflanzenkern vor Frost und bieten Kleintieren einen Rückzugsort. Im Frühling ist dann Zeit für den kräftigen Schnitt.