Diese Airline will, dass die Passagiere Sport machen

Nur im Flugzeug zu sitzen, kann ganz schön unbequem sein – erst recht, wenn der Flug 20 Stunden dauert. Qantas plant deshalb einen Fitnessbereich für Economy-Passagiere.

16.200 Kilometer und fast 20 Stunden lang war die Reise, die 49 Passagiere und Besatzungsmitglieder von Qantas unlängst angetreten haben. Sie reisten an Bord einer Boeing 787-9 nonstop von New York nach Sydney. Die Fluglinie wollte testen, wie sich eine solch lange Reise auf Crew und Reisende auswirkt.

Qantas zeigt sich mit dem Ergebnis des Tests zufrieden. Schon 2023, so Qantas-Chef Alan Joyce, sollen die Nonstopflüge zwischen den USA sowie Europa und Australien im Flugplan stehen – täglich. Allerdings fehlt dafür noch eine Einwilligung der Behörden. Die maximale Dienstzeit für Crews liegen derzeit noch bei "etwa 20 Stunden" so Joyce laut dem Portal Flightglobal. Sie müsste auf 22 bis 24 Stunden angehoben werden und man müsse beweisen, dass das sicher möglich sei.

Fitnessbereich geplant

Was den Passagierkomfort betrifft, hat sich Qantas ebenfalls viele Gedanken gemacht. Neben speziellem Essen, einem Licht- und Servicekonzept plant Chef Joyce in den Maschinen speziell für die Economy-Passagiere einen Bereich, in dem sie Fitnessübungen absolvieren können. Das ist wichtig, um die Blutzirkulation auf einer so langen Reise anzukurbeln. Insgesamt soll das Flugzeug vier Klassen bieten.

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Auf den Flügen werden keine Dreamliner zum Einsatz kommen, sondern speziell angepasste Airbus A350-1000 oder Boeing 777-8. Eine Entscheidung darüber hat Qantas noch nicht gefällt. Die Idee eines Fitnessbereichs hat Joyce hingegen schon einmal aufgebracht. Allerdings in einem anderen Zusammenhang.

In Küche oder Frachtraum?

Ein Problem bei der Entwicklung eines geeigneten Flugzeugs könnte sein, dass man nicht viel Fracht mitnehmen darf, weil man dann nicht genug tanken kann. Für den Fall, dass ein Teil des Frachtraums leer bleiben sollte, hatte Joyce in Aussicht gestellt, dort einen Trainingsbereich einzubauen. Diese Idee hatte er aber bereits früher beerdigt.

Auch auf dem Testflug gab es für die Passagiere ein Bewegungsprogramm. Ein Fitnessbereich fehlte allerdings. Die Übungen fanden in der Bordküche statt.

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