Szene

Diese Austro-Kulturchefs sind freche Abcasher

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:25

Die Schauspieler, Museen und Theater hätten das Geld dringend nötig, die Manager schreien nach höheren Förderungen, stattdessen sollten sie sich selbst an der Nase nehmen. Während die Arbeitslosenzahlen steigen, werden Österreichs Kultur-Chefs mit einem wahren Geldregen belohnt. Das sind die frechsten Abcasher.

Die Schauspieler, Museen und Theater hätten das Geld dringend nötig, die Manager schreien nach höheren Förderungen, stattdessen sollten sie sich selbst an der Nase nehmen. Während , werden Österreichs Kultur-Chefs mit einem wahren Geldregen belohnt. Das sind die frechsten Abcasher.

Unglaubliche 10,3 Prozent im Durchschnitt (!) bekamen die Manager 2012 mehr als im Jahr davor. So versickern Zehntausende Euro auf den Bankkonten der Kultur-Chefs. Dabei mussten die Abcasher schon 2011 keinen Hunger leiden. 

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, brachte Wolfgang Zinggl von den Grünen eine parlamentarische Anfrage ein. Der Einkommensbericht des Rechnungshofs liest sich wie ein Finanzkrimi:

Während die Chefs ihre Gehälter fast säckeweise nach Hause schleppen, gab es für die Belegschaft nur kleine Gehaltserhöhungen. Von den 3, 5 Prozent können andere Berufsgruppen trotzdem nur träumen.

Die Spitzenreiter:


Belvedere: Chefin Agnes Husslein bekam eine Gehaltserhöhung von 19.100 Euro
Österreichische Nationalbibliothek: Generaldirektorin Johanna Rachinger verdiente 18.900 Euro mehr als im Jahr davor
Museumsquartier: Chef Christian Strasser fing neu an, handelte sich allerdings einen Vertrag aus, der um unglaubliche 30.000 Euro über dem seines Vorgängers liegt


Schreien nach mehr Budget, cashen trotzdem ab

Wolfgang Zinggl von den Grünen dazu: "Nur nach mehr Budget zu schreien, ohne selbst Maß und Sparwillen vorzuführen, kann keine Beispielwirkung erzielen." Dies sei aber vor allem "ein Versäumnis der Aufsichtsräte und der verantwortlichen Politik".

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