Diese Briefmarke kostet über 150.000 Euro

Auktionsleiterin Marianne Rapp-Ohmann mit der "Rayon I hellblau mit vollständiger Kreuzeinfassung"
Auktionsleiterin Marianne Rapp-Ohmann mit der "Rayon I hellblau mit vollständiger Kreuzeinfassung"HO / picturedesk.com
Kostbare Briefmarken kamen in der Schweiz unter den Hammer. Eine "Rayon I hellblau mit vollständiger Kreuzeinfassung" brachte über 150.000 Euro ein.

Rare Einzel- Briefmarken und ganze Kollektionen waren die Glanzstücke der Auktionseröffnung am Dienstag, erklärt Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsführerin des Auktionshauses Rapp. Normalerweise ist die Auktion ein Stelldichein von Sammelnden, Händlern und Menschen aus aller Welt, die das Schöne und Seltene suchen. Doch in diesem Jahr durften gemäß einer Medienmitteilung nur 50 anwesende Besucher im Saal sein – normalerweise sind es zeitenweise über 200.

Höchstpreis für rare Briefmarke

Die Auktion habe sich denn auch stark ins Internet verlagert. Bis Dienstagnacht wurden bereits mehr als 2.000 Personen fürs Internetbieten in Echtzeit freigeschaltet. heißt es weiter. Stündlich melden sich laut Rapp mehr Interessierte, die in den nächsten Tagen noch mitbieten wollen. Die internationale Rekord-Internetbeteiligung über mehrere Versteigerungsplattformen führte am ersten Auktionstag zu außergewöhnlich langen Bietergefechten.

Das Glanzstück des ersten Auktionstags war eine der seltensten Briefmarken der Welt aus dem Jahr 1851: die "Rayon I hellblau mit vollständiger Kreuzeinfassung". Das Stück wurde in einem spannenden Bieterkampf für 150.125 Euro verkauft, womit die Schätzung von 100.000 Franken (rund 93.000 Euro) im Auktionskatalog weit übertroffen wurde. Rapp Ohmann ordnet das Ergebnis ein: "Das Interesse war bereits im Vorfeld sehr groß. Diese zwei Quadratzentimeter sind ein emotionales Wertpapier in Kleinstformat. Nicht nur Briefmarkensammler haben sich dafür interessiert, sondern auch Investoren. Es gibt ganz wenige gut erhaltene Marken der ‹Rayon I hellblau mit vollständiger Kreuzeinfassung›, ein anderes Exemplar davon haben wir vor einigen Jahren sogar zu einem Weltrekordpreis verkauft."

Von antiken Tiffany-Broschen bis zur Weltkriegs-Rolex

Noch bis Samstag werden Luxusgüter wie Uhren, Schmuck und teure Designertaschen versteigert. Interessant dürfte der Kampf um ein exklusives Brillant-Rubin Collier (Los 1020), werden, das mit knapp 37.000 Euro verkauft werden dürfte. Ebenso reges Interesse besteht an einer wunderschönen Saphir-Diamant-Schleifenbrosche von Tiffany, die vermutlich aus den 1920er Jahren stammt und mit dem antiken Originaletui angeboten wird.

Bei den Uhren darf man auf den Zuschlagspreis für mehrere seltene und ältere Rolex- und Patek Philippe-Modelle gespannt sein. Besonders teuer verkauft werden dürfte eine Rolex aus dem Zweiten Weltkrieg, die für britische Soldaten eine Solidaritätsbekundung des Gründers der Uhrenmarke war.

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