Bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus sind Männer zum Teil benachteiligt, wie man aus den bisherigen Analysen weiß. Sie sterben häufiger an der Infektion und müssen daneben mit langfristigen - möglicherweise lebenslangen - Schäden nach einer Infektion rechnen.
Eine Studieaus Texas hat herausgefunden, dass im Zuge einer Coronavirus-Infektion auch Erektionsstörungen auftreten können. Ursache dafür seien Beschädigungen des Gefäßsystems, die der Erreger hervorruft.
Müssen Männer sich nun Sorgen machen, durch das Coronavirus impotent zu werden?
Diese Folge sei besorgniserregend, da sie möglicherweise ein Leben lang fortbestehen könnte. Dr. Dena Grayson erklärte dazu in einem Interviewmit NBC Philadelphia: "Männer könnten längerfristige Probleme mit erektiler Dysfunktion von diesem Virus bekommen, weil wir wissen, dass es die Vaskulatur schädigt. Das ist sehr besorgniserregend. Das Virus kann Sie nicht nur töten, es kann tatsächlich auch langzeitige, potenzielle lebenslange Komplikationen hervorrufen."
Patienten würden auch in Europa über Erektionsstörungen nach einer Infektion berichten, wie Prof. Dr. Gernot Rohde, Leiter der Post-Covid-Ambulanz am Uniklinikum in Frankfurt am Main, vergangene Woche im NDR Info Podcast "Coronavirus-Update" erklärt: "Corona zeigt ganz andere Bilder als das, was wir von anderen Atemwegsinfektionen kennen. Da ist zum Beispiel das Thema Potenzstörungen. Das ist etwas, was man nicht primär nach einer Atemwegsinfektion vermutet, was uns aber ein durchaus relevanter Anteil der Patienten geschildert hat." Eine Einschätzung über die Häufigkeit des Auftretens des Symptoms bei Männern sei jedoch noch schwierig.