17 Plätze sind vergeben! Am Dienstag gab Alfa Romeo bekannt, dass Valtteri Bottas und Guanyu Zhou auch in der kommenden Saison die Fahrerpaarung des Schweizer Rennstalls bilden werden. Dass der Finne bei Alfa Romeo bleibt, stand bereits länger fest, nun wurde auch der Chinese bestätigt.
"Ich bin glücklich und dankbar für die Möglichkeit, eine weitere Saison Teil des Teams zu sein. Ich möchte in diesem Sport und mit dem Team noch mehr erreichen. Die harte Arbeit, die wir seit Jahresbeginn geleistet haben, ist nur der erste Schritt auf dem Weg dorthin, wo wir in der nächsten Saison sein wollen", wurde Zhou zitiert. Auffällig ist allerdings, dass der Vertrag des Chinesen nur eine Saison läuft.
Damit sind in der Formel 1 jedenfalls nur noch drei Cockpits zu haben. Trotzdem könnten vier Teams noch neue Fahrer unter Vertrag nehmen. Bei Alpine, Williams und Haas ist jeweils noch ein Platz zu haben. Die Zukunft von Alpha-Tauri-Pilot Pierre Gasly ist weiterhin offen. Auch wenn sein Arbeitspapier eigentlich noch bis 2023 läuft.
Vieles hängt von der Alpine-Entscheidung ab. Nach der Vertrags-Posse rund um Oscar Piastrihaben die Franzosen weiterhin keinen Ersatz für Fernando Alonso, der den Rennstall mit Saisonende verlässt, im kommenden Jahr Sebastian Vettel bei Aston Martin ersetzt, gefunden. Der Deutsche beendet mit Jahresende seine Karriere.
Alpine wollte nach dem Theater rund um Piastri eigentlich Gasly abwerben, allerdings wollte Red Bull den Alpha-Tauri-Piloten nur freigeben, wenn mit IndyCar-Pilot Colton Herta der Ersatz parat steht. Der US-Amerikaner verfügt allerdings nicht über die nötigen Superlizenzpunkte. Und wird diese auch nicht mehr erreichen. Eine von Red Bull angestrebte Ausnahmegenehmigung wird es nicht geben. Alpines Interesse an Gasly bleibt zwar bestehen, eine Verpflichtung ist aber unwahrscheinlich. Stattdessen werden Nyck de Vries, der in Monza als Ersatzmann von Alex Albon bei Williams überzeugte, sowie Nico Hülkenberg, Mick Schumacher oder ein Alpine-Nachwuchsfahrer wie Mick Doohan ins Spiel gebracht. Die Rückkehr von Daniel Ricciardo, der von McLaren vor die Tür gesetzt wurde, scheint hingegen ausgeschlossen zu sein.
De Vries gilt auch als Topkandidat bei Williams, wo der Abschied von Nicholas Latifi nun offiziell bestätigt wurde. Außerdem wurde der Niederländer bei Red-Bull-Berater Helmut Marko gesehen, könnte also ein Gasly-Ersatzmann sein. Auch beim britischen Team werden Schumacher sowie Nachwuchspilot Logan Sargeant genannt.
Offen ist auch das zweite Haas-Cockpit neben Kevin Magnussen. Denn Schumacher wackelte vor allem zu Saisonbeginn, baute mit Unfällen in Dschidda und Monaco zweimal einen Totalschaden, verursachte so Kosten in Millionenhöhe. Zuletzt stabilisierte sich der Deutsche allerdings. Eine Vertragsverlängerung ließ sein Teamchef Günther Steiner trotzdem offen. Stattdessen werden Ferrari-Ersatzpilot Antonio Giovinazzi sowie der vor allem in den USA beliebte Ricciardo als Kandidaten genannt. Das US-Team wird aber wohl der letzte Rennstall sein, der seine Paarung für 2023 bekannt gibt. Die sogenannte "Silly Season" der Motorsport-"Königsklasse" dauert also noch an...