Ein kleiner Fehler hatte für Dorothea G. (53) aus Eichgraben (NÖ) große Folgen: Die Wirtin faxte einen Beleg über 9,10 Euro zu spät an die Krankenkasse. Am Freitag soll sie nun ins Gefängnis!
Nach einer Anzeige musste Gastronomin Dorothea G. (53) einer entlassenen Kellnerin 9 Euro und 10 Cent (!) Krankenversicherungsbeitrag überweisen. Aber: Weil sie den Beweis für die Transaktion, den Beleg, nicht fristgerecht an die Krankenkasse in St. Pölten schickte, bekam Dorothea G. satte 1.000 Euro Strafe und 105 Euro Gebühren aufgebrummt. "Ich habe nichts, ich kann nicht zahlen", so die Wirtin zu "Heute".
Nun tritt Dorothea G. die Ersatzhaft an. Wegen rund neun Euro muss sie volle sieben Stunden in die Zelle. "Am Freitag fahre ich um 8 Uhr in die Rossauer Kaserne in Wien." Der Häf’n-Aufenthalt scheint dann in ihrem Leumundszeugnis auf. Die Gebietskrankenkasse in St. Pölten sieht den Fall anders: Nur wegen 9,10 Euro könne es keine so drakonische Strafe geben – mehr dürfe man wegen des Datenschutzes nicht sagen.