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Diese fünf Apps wollen Twitter und Co. an den Kragen

Seit Elon Musks Twitter-Übernahme schauen sich viele Nutzer nach alternativen Plattformen um. Von diesen fünf Apps solltest du schon mal gehört haben.

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Die Plattform-Giganten Twitter und Tiktok bekommen immer mehr Konkurrenz.
Die Plattform-Giganten Twitter und Tiktok bekommen immer mehr Konkurrenz.
Unsplash

Die Konkurrenz schläft nicht. Während bei Twitter Chaos herrscht, machen sich andere App-Entwickler bereit für User und Userinnen, die Abwechslung suchen. Einige neue Plattformen zeigen Potenzial – und ihre Downloadzahlen steigen.

Tröten anstatt zwitschern auf Mastodon

Auf einem in Deutschland entwickelten dezentralen und werbefreien Netzwerk wird "getrötet" anstatt gezwitschert: Mastodon, dessen Maskottchen ein Mammut ist, wird derzeit als die nächste Twitter-Alternative gehandelt. Der im Jahr 2016 gegründete Mikroblogging-Dienst ist mit 5,7 Millionen Usern vergleichsweise noch ein kleinerer Fisch unter den Plattformen. Er funktioniert ähnlich wie Twitter, erlaubt nur wenige Zeichen für Postings, finanziert sich aber im Unterschied dazu nicht über Werbung und läuft über mehrere Tausend verschiedene, global verteilte Server anstatt über einen zentralen. Zu den Befürwortern von Mastodon gehört beispielsweise der deutsche Entertainer Jan Böhmermann.

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    Elon Musk hat am Donnerstagnachmittag, 27. Oktober, den Kauf von Twitter bestätigt.
    Elon Musk hat am Donnerstagnachmittag, 27. Oktober, den Kauf von Twitter bestätigt.
    REUTERS
    Das Anti-Netzwerk Countersocial

    Die Plattform Countersocial wurde 2017 von einem anonymen Hacker gegründet und zeichnet sich durch seine Nulltoleranz gegenüber Trollen und Fake-News aus. Um das zu gewährleisten, werden keine Accounts aus bestimmten Ländern wie etwa Russland, China, Iran oder Nordkorea zugelassen. Dies steht immer wieder in der öffentlichen Kritik, genauso wie das noch unübersichtliche Layout der App. Neben dem Nachrichtenversand und Video-Chats gehören bei Countersocial auch der Gebrauch von Hashtags und die Verbreitung der Newslage dazu. Besonders englischsprachige Nachrichtensender sind auf Countersocial bereits vertreten.

    Transparenz auf Bluesky

    Diese Plattform ist noch in der Beta-Phase, die Erwartungen sind aber groß: Bluesky ist aus Twitter hervorgegangen und verfolgt einen dezentralen Ansatz sowie Transparenz. Sie wirbt außerdem mit offeneren Algorithmen, womit die User mehr Kontrolle haben sollen. Wie sich zeigte, profitiert Bluesky vom aktuellen Twitter-Drama: Für einen Beta-Test haben sich innerhalb kürzester Zeit 30.000 Personen angemeldet.

    Gas, ein Netzwerk für Schüler

    Erst seit August gibt es die App Gas, welche das Selbstbewusstsein der Nutzenden steigern soll. Kreiert wurde sie unter anderem von Nikita Bier, der auch schon für Meta arbeitete. Zuletzt haben die App-Store-Downloads von Gas diejenigen von Tiktok und Bereal geschlagen. Gas setzt auf Positivität: User können hier anonyme Komplimente versenden und an Umfragen teilnehmen. Das Unternehmen definiert dabei, welche freundlichen Botschaften verbreitet werden können. Das Medienunternehmen Bloomberg hypte Gas als das neue soziale Netzwerk für Schüler in den USA. Vorerst ist es nur in einzelnen US-Bundesstaaten erhältlich. Es gibt aber bereits eine vermeintliche deutsche Copy-Cat davon: die App namens Slay.

    Lernen mit Revyze

    In Amerika wird Tiktok von den Nutzenden gerne zum Lernen verwendet. Nun steht eine ähnliche Plattform in den Startlöchern, die ganz auf ein verbessertes Lernerlebnis ausgelegt ist. Revyze ist eine App aus Frankreich, welche Inhalte herausfiltert, die nichts mit dem Wissenserwerb zu tun haben. Ansonsten weist sie auch soziale Features wie etwa ein Belohnungssystem auf. Mitgründer Florent Sciberras sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Techcrunch aber, Revyze versuche nicht, ein soziales Netzwerk zu werden. Die App soll neben Frankreich demnächst in den USA erhältlich sein.