Szene

Diese Klischees findet man in jedem Blockbuster

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:25

Ohne gigantische Explosionen, coole Sprüche und fesche Mädels kommt kein Blockbuster aus. Den Mega-Produktionen aus Hollywood ist aber noch viel mehr gemein... Zum Start von "Independence Day: Wiederkehr" haben wir für Sie die gängigsten beziehungsweise unumgänglichsten Blockbuster-Klischees zusammengefasst!

Ohne gigantische Explosionen, coole Sprüche und fesche Mädels kommt kein Blockbuster aus. Den Mega-Produktionen aus Hollywood ist aber noch viel mehr gemein... Zum Start von haben wir für Sie die gängigsten beziehungsweise unumgänglichsten Blockbuster-Klischees zusammengefasst!

Cool guys don't look at explosions

Pyrotechnik ist im Blockbuster-Business ein absolutes Muss! Während die Zuschauer gebannt in die Flammen starren, zucken die Protagonisten selbst bei den fettesten Detonationen selten mit den Schultern. Den Rücken zur Brandquelle gekehrt marschieren sie lieber ruhigen Schrittes Richtung Kameralinse. Wie's gemacht wird, zeigt dieser Clip der Comedy-Truppe The Lonely Island:

Comeback Schurke

Action-Helden können ein Lied davon singen: Endlich ist der Bösewicht aus dem Weg geräumt, unschädlich gemacht, geschrottet, zerstört und fertiggemacht - taucht aber trotzdem noch für ein abschließendes Tänzchen auf. Wie ein Karnickel aus dem Hut eines Jahrmarktzauberers springt der totgeglaubte Schurke zurück in die Handlung. Der Evergreen aus dem Blockbuster-Handbuch gehört schön langsam ausgemistet. Einer der berüchtigsten Comeback-Schurken hatte in "Stirb Langsam" (1988) seinen Auftritt (zu sehen bei Laufzeit 06.58 des Clips):

Unkaputtbar

Aber auch die Heroen selbst legen des Öfteren unglaubliche Widerstandskräfte an den Tag. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich im Film-Biz Knockout-Szenen, in denen das Publikum die Perspektive des Protagonisten übernimmt. Wir sehen einen Gewehrkolben auf uns zu rasen, ein lautes "PLOKKKK" signalisiert uns den Aufprall besagten Kolbens in "unserem" Gesicht, und die Leinwand wird schwarz. Statt mit zertrümmertem Schädel in einer Aufbahrungshalle zu landen, erwacht der Geschlagene meist nur mit schwerem Schädel in einem dunklen Verlies. Manche Szenarien sind freilich noch unealistischer - hier eine kleine Auswahl von "WatchMojo.com":

Der Pedant

Ein Part, der in keinem anständigen Blockbuster fehlen darf, ist jener des pingelig-boshaften Spielverderbers. Selbst im Angesicht der drohenden Apokalypse zitiert der noch brav Paragraphen und legt den Weltrettern möglichst viele Steine in den Weg. Je nach Ausrichtung des Films handelt es sich dabei um einen selbstgefälligen Regierungsbeauftragten oder einen karrieregeilen Freidenker (meist ein Journalist, der nicht und nicht verstehen will, dass auch die freie Meinungsäußerung ein Ende haben muss). Schauspieler William Atherton war in den Achtzigern auf solche Unsympathler spezialisiert und spielte beide Varianten - etwa in "Ghostbusters" (1984) und "Stirb Langsam" (1988).

Retter-Romanze

Wer die Welt rettet ist sexy! Selbst der pickeligste, schüchternste, sozial abgekapseltste Teenager kann bei seiner unerreichbaren Angebeteten punkten, wenn er mal schnell die Erde vor der Zerstörung rettet. Bestes Beispiel: Sam Witwicky (Shia LaBoeuf) gewinnt in "Transformers" (2007) das Herz der für gewöhnlich nur in Bad Boys vernarrten Mikaela Banes (Megan Fox). Die inneren Werte zählen halt doch - zumindest wenn sie die Menschheit vor dem Untergang bewahren. Wie lange eine solche, auf Extremsituationen basierende Beziehung hält, ist allerdings eine andere Sache (nachzuschlagen bei "Speed 2" und "Transformers 3").

Kraft der Liebe, Mut der Verzweiflung

Dass friedvolle, in keinster Weise im Umgang mit Waffen geschulte Bürger zu Berserkern und Kampfmaschinen mutieren, ist im wirklichen Leben zwar praktisch unmöglich, im Blockbuster-Kino aber an der Tagesordnung. Meist mit einem Satz wie "Ich hab die Schnauze gestrichen voll!" oder "Nicht mit meinem Sohnemann" auf den Lippen dezimieren heldenhafte Otto-Normalverbraucher plötzlich Elite-Soldaten und Superschurken. Mel Brooks machte sich darüber schon 1987 in "Spaceballs" lustig:

 

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