Wie Amnesty International in einem neuen Bericht veröffentlicht, haben jahrzehntelange Waffenlieferungen in den Irak die Terrororganisation Islamischer Staat stark gemacht. Dies sei "ein Lehrbeispiel dafür, wie rücksichtsloser Waffenhandel Gräueltaten im großen Stil fördert". Aufregung gibt es über eine Liste von 25 Ländern, aus denen Waffen beim IS im Einsatz sind, die entweder aus illegalem Waffenhandel stammen oder vom IS bei Eroberungen erbeutet wurden.
Wie Amnesty International in einem neuen Bericht veröffentlicht, haben jahrzehntelange Waffenlieferungen in den Irak stark gemacht. Dies sei "ein Lehrbeispiel dafür, wie rücksichtsloser Waffenhandel Gräueltaten im großen Stil fördert". Aufregung gibt es über eine Liste von 25 Ländern, aus denen Waffen beim IS im Einsatz sind, die entweder aus illegalem Waffenhandel stammen oder vom IS bei Eroberungen erbeutet wurden.
Dem IS stünden "zahlreiche und verschiedenartige Waffen" zur Verfügung und wegen fehlender Regulierung und Überwachung der Waffenbestände hätte die Terrororganisation einen "beispiellosen Zugang" zu leichten und schweren Geschützen, lautet die scharfe Kritik im Bericht. Die Terroristen hätten vor allem irakische Militärbasen geplündert, aber auch Waffen erobert, die aus der Türkei, den Golfstaaten und Amerika stammen und bewaffneten Oppositionstruppen in Syrien geliefert worden sein sollen - oder sie hätten sie direkt über illegale Waffenlieferungen erhalten.
Insgesamt stammen die Waffen aus mindestens 25 Staaten, auch Österreich findet sich im Waffenkatalog des IS wieder. "Der IS ist nun mit großen Mengen AK-Gewehren, aber auch US-Gewehren M16, chinesischen CQ, deutschen Heckler & Koch G36 und belgischen FN Herstal FAL Gewehren bewaffnet. Experten haben im Arsenal außerdem entdeckt: österreichische Steyr und russische Dragunov SVD Scharfschützengewehre; russische, chinesische, irakische und belgische Maschinengewehre;"
Lange Liste von Ländern
Und weiter: "Anti-Panzerraketen aus der früheren Sowjetunion/Jugoslawien; und russische, chinesische, iranische und amerikanische Artilleriesysteme. Außerdem hat der IS eine Vielzahl von fortgeschrittenem Equipment erbeutet, wie zielgelenkte Anti-Panzer-Raketen (russische Kornet und Metis Systeme, chinesische HJ-8 sowie europäische MILAN und HOT Raketen) und Boden-Luft-Raketen (chinesische FN-6 MANPADS)." Vor allem die USA, Russland, Frankreich und Chgina hätten Waffen im Milliardenwert in den Irak gebracht.
Ähnlich liest sich auch die Liste der leichten Waffen, worauf Österreich ebenfalls - mit Glock Pistolen - erwähnt wird. Mitten im Bericht ein ganz schwerer Vorwurf, der noch mehr Länder aufführt. In Bezug auf die Vereinten Nationen werden Länder genannt, die die irakische Armee mit Waffen versorgt haben soll und deren Waffen in die Hände des IS gefallen sein könnten: Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kanada, China, Kroatien, Tschechien, Estland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Iran, Italien, Südkorea, Jordanien, Lettland, Montenegro, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Südafrika, Türkei, Vereinte Arabische Emirate, Ukraine, Großbritannien und die Vereinigten Staaten.
Als Konsequenz rief Amnesty International zu einem Waffenembargo auf.