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Diese Orakel sagten Sieg für Obama voraus

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:22

Vor der US-Wahl wurden dutzende Orakel herangezogen, den nächsten Präsidenten vorherzusagen. Welche Barack Obama als Sieger vorhersagten und auf welche man in Zukunft nicht mehr vertrauen sollte, erfahren Sie auf "Heute.at".

vorhersagten und auf welche man in Zukunft nicht mehr vertrauen sollte, erfahren Sie auf "Heute.at".

Wer dachte, es sei merkwürdig eine Krake nach Fußballergebnissen zu fragen, der sollte einen Blick über den "großen Teich" werfen. Dort werden die seltsamsten Rituale abgehalten, um den Wahlsieger schon vorher zu erfahren. Doch auch außerhalb der USA wurden "Experten" zu Rate gezogen. Aber wer lag richtig und wer falsch?

Bullen-Kampf - RICHTIG!

In Kenia traten zwei Bullen mit den Namen Obama und Romney gegeneinander an. Der Namensvetter des Amtsinhabers setzte sich durch.

Ablaufdatum - FALSCH!

Der Journalist Jonathan Rauch machte folgende Entdeckung: Das Verfallsdatum eines Präsidenten beträgt 14 Jahre. Dies traf bis auf einmal bei jedem Amtsträger seit Theodore Roosevelt (1901-1909) zu. Gemessen wird dabei ab dem Zeitpunkt, an dem der Kandidat sein erstes großes politisches Amt antritt (Bürgermeister, Gouverneur oder Senator) antritt. Wenn er dann nicht innerhalb von 14 Jahren zum US-Präsidenten schafft, gelingt es nie. Demnach hätte Romney (wurde 2002 Gouverneur) gewinnen müssen, da Obamas Ablaufdatum bereits um ein Jahr überschritten ist (wurde vor 15 Jahren Senator).

Zugedröhnte Schamanen - RICHTIG!

Auf einem Hügel nahe der peruanischen Hauptstadt Lima praktizierten Schamanen mithilfe von Blüten, Koka-Blättern und einem bewusstseinserweiternden Trank ein Wahrsage-Ritual. Sie bestreuten Fotos von Obama und Romney mit Blütenblättern und bliesen Tabakrauch darauf. Zudem kauten sie Koka-Blätter und tranken Ayahuasca, ein psychoaktives Gebräu. Dabei habe sich gezeigt, dass Obama in der Gunst der Apus, Hügelgöttern der indigenen Mythologie, oben stehe.

Eichhörnchen Gnocchi - FALSCH!

Ähnlich wie Krake Paul musste sich der Nager zwischen zwei Futterschalen wählen, die jeweils für einen Kandidaten standen. 2008 prophezeite Gnocchi Obama als Sieger. Diesmal entschied sich das Eichhörnchen für die Nüsse von Romney - Fehlgriff!

Volksschulkinder - RICHTIG!

Seit 17 Wahlen werden auch Umfragen unter Grundschülern durchgeführt. Deren Treffsicherheit ist verblüffend: 14 tippten die Kinder richtig. Bei dieser Wahl stimmten von 250.000 befragten Schülern 51 Prozent für Obama.

Redskins-Rule - FALSCH!

Das Ergebnis des letzten Heimspiels der Washington Redskins vor einer US-Wahl sagte schon bei 17 von 18 Urnengängen den Sieger voraus. Die "Redskins-Rule" besagt: Siegt Washington, gewinnt auch der Kandidat jener Partei, der die Wahl vor vier Jahren für sich entschieden hat. Da das Football-Team aus der Hauptstadt gegen die Carolina Panthers mit 13:21 verlor, hätte aber Romney gewinnen müssen. Somit traf erst zum zweiten Mal seit 1940 die Vorhersage nicht zu!

Aktien-Index - RICHTIG!

Steigt der Dow Jones während einer Legislaturperiode um mindestens fünf Prozent, stellt die gleiche Partei auch nach der Wahl den Präsidenten. Während Obamas erster Amtszeit stieg der Aktien-Index um durchschnittlich neun Prozent. In zwölf von 15 Fällen traf diese Vorhersage zu.

Cookie-Orakel - FALSCH!

Eine Bäckerei im US-Staat Minnesota verkauft am Wahltag Obama- und Romney-Kekse. Damit soll der Sieger vorhergesagt werden. Schon 2004 und 2008 gewann derjenige Kandidat, von dem mehr Kekse verkauft wurden. Diesmal setzte sich Romney mit 830 zu 731 Keksen durch. Doch dieser Erfolg hatte keine Auswirkung auf das tatsächliche Wahlergebnis.

Kaffeebecher - RICHTIG!

Eine Snackshop-Kette in den USA verkauft während des Wahlkampfs den Kaffee in zwei unterschiedlich gefärbten Bechern - blau für die Demokraten und rot für die Republikaner. Da es die Kette landesweit gibt, können so auch die Wahlmänner für jeden Kandidaten prophezeit werden. Schon 2004 und 2008 unterschied sich das Ergebnis nur um ein Prozent vom tatsächlichen Endergebnis. Auch in diesem Jahr wurden mehr Kaffees in blauen Bechern verkauft.

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