An heißen Tagen sollte man mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn der Körper verdunstet bei Hitze viel Wasser über die Haut. Das wirkt zwar kühlend, steigert aber den Flüssigkeitsbedarf erheblich.
Doch nicht jedes Getränk eignet sich als Durstlöscher. Zwei beliebte Sommer-Drinks sind sogar kontraproduktiv: pure Fruchtsäfte und süße Limonaden. Sie enthalten zu viel Zucker und können dadurch noch mehr Durst verursachen.
Wie es auf chip.de unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Hamburg heißt, belasten diese Getränke vor allem die Nieren. Der enthaltene Fruchtzucker bildet sogenanntes Fruktose-1-Phosphat. Das treibt die Harnsäurebildung an und kann Entzündungen fördern.
Eine Untersuchung der Yonsei-Universität und der Katholischen Kwandong-Universität bestätigt die Gefahr: Teilnehmer, die regelmäßig Softdrinks tranken, hatten ein deutlich erhöhtes Risiko für chronische Nierenerkrankungen.
Bei Flüssigkeitsmangel leidet die Nierenfunktion besonders stark. "50 bis 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem Hitzeschock erleiden einen akuten Nierenschaden", erklärt Dr. Simone Cosima Boedecker-Lips von der Universitätsmedizin Mainz.
Als ideale Durstlöscher gelten Leitungswasser, Mineralwasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Wer Abwechslung will, greift zu Saftschorlen im Verhältnis: ein Teil Saft zu drei Teilen Wasser.
Wichtig: Die Getränke sollten lauwarm oder leicht gekühlt sein, aber keinesfalls eiskalt. Bei zu kalten Getränken erhält der Körper ein Kältesignal, fährt die Wärmeregulierung hoch - und man schwitzt noch mehr.