Diese Zwirbel-Arme verwirren Internet-Nutzer

Ein Werbeplakat, auf dem ein Bäcker seine Arme unnatürlich ineinander verschränkt, sorgt auf Social Media für Diskussionen. Was steckt dahinter?

"Können mir meine Schweizer Kollegen bitte diesen Gräuel erklären", fragt ein verstörter User auf der Social-Media-Plattform Reddit. Die Frage bezieht sich auf ein Plakat, auf dem für eine Berner Holzofenbäckerei geworben wird. Das Besondere daran: Die Arme des abgebildeten Bäckermeisters sind unnatürlich ineinander verschlungen.

Der Post wurde bereits rund 26.000 Mal geliket und mit Kommentaren überhäuft. "Das passiert, wenn du die Sicherheitsvorkehrungen während der Arbeit an der Zopfmaschine vergisst", witzelt ein User. Einem anderen wird beim Anblick schier schwindlig: "Je mehr ich hinschaue, desto konfuser werde ich."

Zwirbel-Arme sind kein Photoshop-Fail

Zugleich ahnen zahlreiche Kommentatorinnen und Kommentatoren: Die Zwirbel-Arme sind kein Photoshop-Fail, sondern so gewollt. Das Sujet widerspiegelt die traditionelle Herstellungstechnik des langgestreckten Paillasse-Brotes. "Dabei wird der Teig in Streifen geschnitten und gedreht", erklärt Sven Steiger, Geschäftsführer der Bäckerei-Konditorei Steibach in Belp. Die Berner Holzofenbäckerei ist eine von rund 300 Schweizer Paillasse-Geschäftsstellen im Franchisingvertrag.

Von der Online-Diskussion über das Paillasse-Plakat, das es schon seit Längerem gibt, hat Steiger nichts mitbekommen. Er nimmt sie allerdings zufrieden zur Kenntnis: "Das zeigt, dass die Werbestrategie aufgeht." Auch von Kundinnen und Kunden habe er ab und an Reaktionen erhalten – allerdings weniger aufgrund der verschlungenen Arme, sondern weil Steiger selbst auf dem Plakat abgebildet ist.

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