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Diesel-Dieb wird von Auto mitgeschliffen und stirbt

In Deutschland versuchte ein Mann, Diesel aus einem Kleinlaster zu stehlen. Doch der Lenker fuhr los – der Dieb starb noch an der Unfallstelle.

Heute Redaktion
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Ein 33 Jahre alter Mann bezahlte den Versuch, aus einem Kleinlaster Diesel abzuzapfen, mit dem Leben. (Symbolbild)
Ein 33 Jahre alter Mann bezahlte den Versuch, aus einem Kleinlaster Diesel abzuzapfen, mit dem Leben. (Symbolbild)
Daniel Schäfer / dpa / picturedesk.com

Am frühen Donnerstagmorgen stieß die Polizei in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein auf einer Straße auf eine tote Person mit schwersten Verletzungen. Ein Zeuge hatte zuvor den Notruf informiert. Beim Verstorbenen fand die Polizei einen Gartenschlauch. "Der Spurenlage nach dürfte der Mann von einem Fahrzeug erfasst und mehrere Meter mitgeschleift worden sein", heißt es in der Mitteilung der Polizei. Die Beamten zogen einen Experten zur Klärung des Unfallhergangs zu.

Als sich kurz darauf von einer nahen Tankstelle ein 41-jähriger tschechischer Chauffeur eines Renault-Kleinlasters bei der Polizei meldete, um einen mutmaßlichen Treibstoffdiebstahl zu melden, erhärtete sich der Anfangsverdacht der Beamten: Der Tote, ein 33 Jahre alter Mann aus dem 30 Kilometer entfernten Kaltenkirchen, war beim Versuch gestorben, aus dem LKW Diesel abzuzapfen.

Fahrer nahm "Schleifgeräusche" wahr

Der 41-jährige Tscheche hatte nach eigener Aussage auf dem nahen Baumarkt-Parkplatz in seinem Fahrzeug geschlafen und gegen vier Uhr Geräusche gehört. Er habe dann nachgesehen, ohne die Ursache feststellen zu können. Kurz darauf fuhr er los – und stoppte nach wenigen hundert Metern bei der Tankstelle, nachdem er Schleifgeräusche vernommen hatte. Als er nachsah, fand er unter seinem Fahrzeug einen Rollkoffer mit laut Polizei "für Kraftstoffdiebstahl typischem" Werkzeug sowie mehrere Kanister.

Die Polizei folgerte, dass der Verstorbene versucht hatte, den Diesel aus dem Tank des Renault Master zu stehlen und vom Fahrzeug mitgeschleift wurde, als dieses losfuhr. Im Tank entdeckten die Ermittler ein Loch und stellten auch das entsprechende Bohrwerkzeug sicher. Der tschechische Chauffeur, der wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung vorübergehend festgenommen worden war, wurde mangels Haftgründen wieder auf freien Fuß gesetzt.

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