Übelkeit kann jeden treffen – ob auf Reisen, in stressigen Situationen oder nach dem Essen. Viele greifen dann schnell zu Tabletten. Doch es gibt eine einfache Alternative aus der traditionellen chinesischen Medizin: die Akupressur.
Der entscheidende Punkt heißt Neiguan (oder Perikard 6) und liegt etwa drei Fingerbreit unterhalb der Handgelenksfalte, genau zwischen den zwei gut tastbaren Sehnen an der Innenseite des Unterarms.
Wie chip.de berichtet, kann das gleichmäßige Drücken dieses Punktes für 30 bis 60 Sekunden bei vielen Menschen eine spürbare Linderung des Unwohlseins bewirken. Besonders der Vagusnerv spielt dabei eine zentrale Rolle.
Der Neiguan-Punkt steht über Nervenbahnen mit Strukturen im Gehirn in Kontakt, die an der Entstehung von Übelkeit beteiligt sind. Durch den Druckreiz werden Signale beeinflusst, die sonst das Gefühl von Übelkeit verstärken würden.
Studien zeigen, dass die Stimulation dieses Punktes zum Beispiel Übelkeit nach Operationen oder bei Reisekrankheit lindern kann. Es gibt sogar spezielle Armbänder, die genau auf diesen Punkt Druck ausüben – sie werden etwa bei Schwangerschaftsübelkeit oder auf Schiffsreisen eingesetzt.
Bei sehr starker, anhaltender oder wiederkehrender Übelkeit ist eine medizinische Abklärung wichtig. Besonders wenn zusätzlich Fieber, Schwindel, starke Schmerzen oder wiederholtes Erbrechen auftreten, solltest du ärztlichen Rat einholen.
Die Akupressur kann unterstützend wirken, ersetzt aber keine professionelle Diagnose oder Behandlung.