Dieser GIS-Brief kann Sie 2.180 Euro kosten

"Das ist Terror am Bürger", so der 60-jährige Wiener, der am heutigen Freitag ein GIS-Schreiben erhielt.
"Das ist Terror am Bürger", so der 60-jährige Wiener, der am heutigen Freitag ein GIS-Schreiben erhielt.Bild: Leserreporter Freddy B.
Das ist "Terror am Bürger", regt sich "Heute"-Leser Freddy auf, der zwei Wochen nach dem Besuch eines GIS-Mitarbeiters, dieses Schreiben erhielt.
Seit vier Jahren lebt Freddy B. in seiner Wohnung in Wien-Meidling. Bestimmt sieben Mal, so der 60-Jährige, klopften in dieser Zeit GIS-Mitarbeiter an seine Türe. "Das letzte mal war erst einer vor zwei Wochen da", so der Wiener. Seine Antwort sei immer dieselbe:

Kein Fernseher, kein Radio, nur PC und DVD-Player

"Ich besitze kein Radio, da ich wenn ich Musik hören will auf meine MP3 zugreifen kann und ich besitze auch kein Fernsehgerät, mit welchem man TV empfangen kann. Dafür habe ich einen PC und kann mir Filme übers Internet ansehen, oder auch DVD?s abspielen. Ich habe auch nicht vor dies zu ändern."

Offenbar nicht genug der Auskunft. Rund 14 Tage nach dem letzten Besuch eines GIS-Mitarbeiters brachte der Postler am heutigen Freitag einen RSb-Brief, der sich als GIS-Auskunftsbegehren entpuppte. "So einen Brief habe ich noch nie bekommen", so der 60-Jährige.

Auskunftsbegehren nach § Abs. 5 Rundfunkgebührengesetz (RGG)

In dem Schreiben wird Freddy aufgefordert, binnen 14 Tagen bekanntzugeben, welche Rundfunkeinrichtungen in seiner Wohnung betrieben werden. Radio - Ja oder Nein. Fernseher - Ja oder Nein. (Brief s.o.)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. 14 Tage hat der Wiener nun Zeit das Auskunftsbegehren zu beantworten. Tut er dies nicht oder lügt gar, kann er mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 2.180 Euro rechnen (§ 7 RGG).

"Ich sehe diese Handlungen als Terror gegen den Bürger",ist Freddy verärgert. Er verstehe nicht, was die GIS damit bezwecken will. Für ihn mache es den Eindruck, "dass man durch Belästigung und Androhungen von Verwaltungsstrafen die Bürger versucht einzuschüchtern", so der 60-Jährige. Er hat das Schreiben noch am selben Tag ausgefüllt per Mail retourniert.

"Ich brauche weder Radio noch Fernseher und das wird sich nie ändern", ist sich Freddy sicher. Er hofft, dass diese "Sekkiererei" irgendwann aufhört.

(mp)

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