Dieser Milliardär will Donald Trump stürzen

Tom Steyer will Trump aus dem Amt werfen
Tom Steyer will Trump aus dem Amt werfenBild: picturedesk.com
Zehn Millionen Dollar investierte Tom Steyer in einen Werbespot, der nur ein Ziel hat: Trump aus dem Weißen Haus zu kicken.

Er macht ernst: US-Milliardär Tom Steyer will den derzeit mächtigsten Mann der Welt stoppen. In einem ein-minütigen Werbespot erklärt er, dass Donald Trump eine Gefahr sei. Er wäre ein psychisch labiler Mann, mit dem Zugang zu nuklearen Waffen.

Außerdem ist sich der 60-Jährige sicher, dass der Präsident das Gesetz des öfteren gebrochen hat. Damit sei er dem Amt gar nicht würdig.

"Stimmen erheben"

Den Spot ließ sich der Milliardär und engagierte Umweltschützer einiges kosten: Ganze zehn Millionen Dollar investierte Steyer in das Filmchen. Dafür wird er jetzt landesweit ausgestrahlt.

Mit dem Clip möchte er die US-Bürger auf seine Seite holen. Seine Bewegung nennt er "Need to Impeach" (zu Deutsch so viel wie: "Man muss ihn des Amtes entheben"). Er will damit auch andere Politiker überzeugen, einen Antrag im Abgeordnetenhaus einzureichen.

„Wir müssen alle zusammen unsere Stimmen erheben und fordern, dass von uns gewählte Politiker Stellung für ein Impeachment-Verfahren beziehen", sagte Steyer in seiner Erklärung.

Ist Trump unfähig?

Ob er mit seiner Kampagne durchkommt ist jedoch fraglich. Denn vor allem republikanische Abgeordnete würden nicht für eine Amtsenthebung von Trump stimmen.

Eine weiterer Möglichkeit wäre es, Trump für "unfähig" zu erklären. Dies könnten aber nur Vizepräsident und Kabinett machen. Auf das drängen auch seit längerer Zeit Ferndiagnosen vieler Psychiater.

Nixon und Clinton mussten sich Verfahren stellen

Bislang flog noch nie ein US-Präsident aus dem Amt. Zwei berühmte Fälle mussten jedoch ein Verfahren über sich ergehen lassen.

1974 wurde dem Republikaner Richard Nixon in der Watergate-Affäre vorgeworfen, die Wahlkampfzentrale seiner Gegner abgehört zu haben. Bevor er dem Amt enthoben werden konnte, gab er jedoch seinen Rücktritt bekannt.

Das letzte Verfahren wurde 1999 durchgeführt: Demokrat Bill Clinton wurde vorgeworfen, über die sexuelle Beziehung zur Praktikantin Monica Lewinsky gelogen zu haben. Der Senat sprach den ehemaligen Präsidenten jedoch frei. (slo)

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