Ein Unterwasserroboter muss mehr können als nur geradeaus schwimmen. Er soll abtauchen, aufsteigen, sich drehen und ein Ziel präzise ansteuern können. Normalerweise braucht es dafür viele separate Antriebe - das macht die Technik kompliziert und teuer.
Jetzt zeigt ein neuer weicher Roboter, dass es auch anders geht. Mit nur zwei Antrieben und vier beweglichen Flügeln beherrscht er alle wichtigen Bewegungen unter Wasser.
Laut Forschung und Wissen dienen Federsterne als biologisches Vorbild. Diese wirbellosen Meerestiere können ihre beweglichen Arme koordiniert einsetzen. Der Roboter übernimmt dieses Prinzip und nutzt sogenannte mechanische Intelligenz - seine Konstruktion selbst ermöglicht komplexe Bewegungsabläufe.
Der Trick: Elastische Flügel speichern Energie durch Verformung und geben sie wieder ab. Ein Flügel muss nicht für jeden Abschnitt seiner Bewegung einen neuen Steuerbefehl erhalten. Seine Form und Spannung führen ihn von selbst in die Ausgangslage zurück.
Das Wasser wirkt dabei auf die Bewegung zurück, und der Roboter nutzt diese Wechselwirkung aktiv aus. Im Labor wurde bereits gezeigt, dass sich der Roboter mit einer Kamera für Erkundungen einsetzen lässt und sogar Gegenstände anheben kann.
Eine vollständig kabellose Version ist laut den Forschern das nächste Ziel. Dann würde der Roboter auch Energieversorgung, Steuerung und Sensoren an Bord haben. Das Konzept könnte eine Alternative zu immer mehr Einzelantrieben werden - und zu einer vielseitigen Plattform für Unterwasseraufgaben.