In unseren Gärten lebt ein unterschätzter Held: der Laufkäfer. Das nachtaktive Insekt ist ein wahrer Vielfresser und vertilgt täglich das Dreifache seines eigenen Körpergewichts an Schädlingen.
Die kräftigen Käfer mit ihren langen Beinen werden bis zu drei Zentimeter groß. Auf ihrem Speiseplan stehen Blattläuse, Schnecken, Schneckeneier, Engerlinge, Drahtwürmer, Kartoffelkäfer und Dickmaulrüssler. Sowohl die ausgewachsenen Tiere als auch ihre Larven sind räuberisch unterwegs.
Wie 24garten.de berichtet, ist besonders der schwarze Lederlaufkäfer ein beeindruckender Anblick.
Auch der goldschimmernde Goldlaufkäfer mit seiner metallisch glänzenden Flügeldecke ist in heimischen Gärten anzutreffen.
Wer die nützlichen Käfer fördern will, sollte ihnen Verstecke bieten: Steinhaufen, Reisighaufen oder Holzstapel sind ideal. Auch eine Laubschicht am Boden dient als Unterschlupf.
Wichtig ist auch, etwas Wildwuchs im Garten zu tolerieren – das fördert die Artenvielfalt. Außerdem sollte man auf Pestizide verzichten und statt Betonwegen natürliche Wege anlegen, da diese keine Barrieren für die Käfer darstellen.
Die Laufkäfer gelten unter Experten als echte Alternative zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft geht ihr Lebensraum zurück – wer sie im Garten fördert, tut also nicht nur seinen Pflanzen, sondern auch der Artenvielfalt etwas Gutes.