Dieser süße Zwerg hat eine Wienerin als Ersatz-Mama

Stark unterkühlt und ganz allein hing Kalong-Flughundbaby Banshi an einem Baum im Regenwaldhaus des Tiergartens Schönbrunn als die Pfleger es wenige Stunden nach der Geburt fanden. Die Mama wollte den süßen Zwerg nicht. Deshalb wurde er von Tierpflegerin Samantha Keller adoptiert - 24-Stunden-Service mit Bauchstreicheln und Tragetuchservice inklusive.

 

Ist Banshi einmal groß, wird er 1,70 Flügelspannweite haben. Die vegetarischen Kalong-Flughunde sind die größten Fledertiere der Welt. Momentan wiegt das Baby aber erst 160 Gramm und verschläft den Großteil des Tages. Hätte seine Mama ihn nicht verstoßen, würde er ständig an sie geklammert sein und zur Beruhigung ihre Zitze im Mund haben.

Seine Ersatzmama trägt ihn stattdessen in einem Tragetuch am Körper. Statt der Zitze nuckelt Banshi an einem Schnuller. Anfangs bekam der Mini-Flieger jede Stunde Aufzuchtmilch, inzwischen wird er alle drei Stunden gefüttert. Abends nimmt ihn Samantha Keller mit nach Hause. Dort schläft er in einem beheizten Nest neben ihrem Bett.

Kalongs leben in den Regenwäldern Südostasiens und ernähren sich rein vegetarisch von Früchten, Nektar und Pollen. Banshi wird in etwa einem Monat das erste Obst fressen. Immer wieder streckt er seine Flügel aus und flattert bereits ein bisschen. Keller: "In ein paar Monaten werden wir auch mit einem Flugtraining beginnen. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird er fliegen können und mit den anderen Flughunden im Regenwaldhaus leben."

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