Wer durch die Facebook-Seite der slowakischen Polizei scrollt, wird relativ schnell auf ein Blitzer-Foto stoßen. Gelandet ist es dort aufgrund seiner Einzigartigkeit: Am Steuer sitzt nicht etwa ein Mensch, sondern ein brauner Vierbeiner. Geradeaus blickt er durch die Windschutzscheibe, die Sonnenblende des Skoda ist heruntergeklappt.
Dass das Foto echt ist, bestätigt die Polizei. Die Beamten der Stadt Senica hätten ihren Augen nicht getraut, heißt es in der Bildunterschrift. "Herr Hund, Sie sind zu schnell gefahren: Ihr Führerschein…", beginnt der Post, der am Freitag veröffentlicht wurde.
Er habe "gehorsam hinter dem Lenkrad des Handschuhfachs und auf ein hoffnungsvolles junges Reh" gespäht. Die Polizisten hätten dann "die Jagdpläne des Hundes durchkreuzt und seinen Streifzügen durch die Landschaft ein Ende" gesetzt.
Dass der Hund auf dem Sitz des Lenkers landete, erklärt die Polizei mit einem unverantwortlichen Autofahrer. Der 31-Jährige habe gegenüber den Beamten behauptet, dass der Hund plötzlich auf seinen Schoss gesprungen sei. "Auf der Aufzeichnung war die plötzliche Bewegung im Auto jedoch nicht zu erkennen", heißt es im Beitrag.
Dem Fahrer wurde an Ort und Stelle eine Strafe wegen Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt.