Der 22-jährige Pius Heinz, der derzeit in Wien studiert, sichert sich überraschend in Las Vegas den WM-Titel im Poker mit 8,7 Millionen Dollar Preisgeld. Heinz hatte erst vor vier Jahren zu Pokern begonnen.
Der neue Poker-Weltmeister kommt aus Wien: Pius Heinz sicherte sich bei der WM in Las Vegas überraschend den Titel und die 8,7 Millionen Dollar Preisgeld. Die Entscheidung fiel nach dem längsten Heads-up (Phase, in der nur noch zwei Spieler am Tisch sitzen) der Geschichte: Sechseinhalb Stunden saßen sich der in der Nähe von Bonn geborene Heinz und der Tscheche Martin Staszko gegenüber. Ben Lamb (USA), der dritte am Final Table hatte den Tisch bereits nach 20 Minuten verlassen.
Erst vor vier Jahren hat Pius Heinz, der in einem deutschen Kaff aufgewachsen ist, das Zocken gelernt. „Ich kann es immer noch nicht wirklich fassen, dass ich für Deutschland den Titel geholt habe. Wahnsinn! Ich bin einfach da rausgegangen und hab mein Ding gemacht“, sagte Heinz nach dem Sieg.
Heinz, Student der Wirtschaftspsychologie in Wien, hatte schon vor der Finalrunde der besten Neun von 6865 Spielern 530.000 Euro sicher. Er war als Siebtplatzierter ins Rennen um die Millionen gegangen.