Szene

Dieter Hallervorden feiert Kino-Comeback

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:44

In der Rolle als Tollpatsch "Didi" hat der Schauspieler und Komiker Dieter Hallervorden Fernsehgeschichte geschrieben: Seine Slapstick-Serie "Nonstop Nonsens" spielte in den 1970er Jahren Zuschauerrekorde ein. Nun kehrt er mit der Tragikomödie "Sein letztes Rennen" auf die Kino-Leiwand zurück.

In der Rolle als Tollpatsch "Didi" hat der Schauspieler und Komiker  Dieter Hallervorden  Fernsehgeschichte geschrieben: Seine Slapstick-Serie "Nonstop Nonsens" spielte in den 1970er Jahren Zuschauerrekorde ein. Nun kehrt er mit der Tragikomödie auf die Kino-Leiwand zurück.

Kino-Comeback

Mit 78 Jahren wagt das deutsche Multitalent jetzt ein Leinwand-Comeback mit der Tragikomödie "Sein letztes Rennen". In dem Film spielt der Schauspieler und Komiker einen gealterten Marathon-Champion, der es am Schluss seines Lebens nochmal richtig wissen will. "Die Rolle, die ich in dem Film spiele, entspricht genau meiner Lebensphilosophie: einmal mehr aufstehen als hinfallen", sagt Hallervorden beim Pressegespräch. "Diese Botschaft wollte ich rüberbringen." Mit seinem witzigen, humorvollen und zugleich warmherzigen Auftritt gelingt ihm das voll, auch wenn der Film von Regisseur Kilian Riedhof ansonsten etwas holzschnittartig daherkommt.

 
Die Story zu "Sein letztes Rennen"

In jedem echten Champion steckt noch ein großer Kampf, heißt es. Was für Boxer gilt, wird dann also auch für andere Sportler zutreffen. Dieter Hallervorden spielt den fiktiven Marathonläufer Paul Averhoff, der vor mehr als 50 Jahren sensationell olympisches Gold geholt hat. Als er mit seiner zunehmend gebrechlichen Frau, gespielt von Tatja Seibt, ins Altersheim ziehen muss, hat er jeglichen Lebensmut verloren. Im Altersheim drängt sich die Frage auf: das soll es gewesen sein? Um nicht in Depression zu verfallen, zieht er seine alten Rennschuhe an und beginnt im Heimpark zu laufen. Tausend Widerstände und 42,195 Kilometer später läuft er im Berliner Olympiastadion über die Ziellinie - fix und fertig, aber mit sich im Reinen.

Der Film von Regisseur Kilian Riedhof besitzt alle Qualitäten, die eine Tragikomödie auszeichnen: einen menschelnden Protagonisten, ausgezeichnete Schauspieler, Humor und eine rührende Geschichte. Der Film ist ein Plädoyer gegen die Realität in Altersheimen. Von den eigenen Familienmitgliedern abgeschoben, werden alte Menschen mit infantilen Beschäftigungstherapien bei Laune gehalten. Unabhängig davon, ob sie individuell körperlich und geistig noch zu viel mehr Leistung in der Lage wären. Der Film zeigt, dass auch noch alte Menschen zu Spitzenleistungen fähig sind.

Hartes Training für die Rolle

Der einstige Kult-Komiker hat für die Rolle vier Monate lang hart trainiert. Hallervorden stellte seine Ernährung um, verzichtete vollkommen auf Alkohol, ging im stolzen Alter von 78 Jahren noch ins Fitness-Studio und nahm neun Kilo ab. Im wirklichen Leben hat Hallervorden sich fast genauso ans Laufen gehalten, wie sein Filmheld Paul.

Premiere in der Kulturbrauerei

Neun Kilo leuchter und in Sportschuhen kam "Didi" am Montagabend zur Premiere des Films in der Kulturbrauerei in Berlin. "Die bringen mir Glück", sagte Hallervorden, "genau wie das Foto meines Sohnes, das ich immer bei mir trage." Der Glücksbringer auf dem Foto, Hallervordens Sohn Johannes, zählte ebenso zu den Premierengästen wie Moderator Dieter Moor, dessen Kollegin Annika Kipp, Schauspieler Philip Sonntag, Schauspielerin Lisa Maria Potthoff mit Ehemann Thorsten Berg, das Schauspielerpaar Adrian Topol und Judith Hoersch sowie Medienexperte Jo Groebel. Selbst Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit war gekommen und freute sich auf den Film.

Filmstart in den heimischen Kinos ist am 11. Oktober 2013

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