Die Volksheilige Kümmernis, eine Prinzessin aus Süditalien, die sich zum Christentum bekehrte und dann der Heirat entzog, indem sie durch einen Bart "entstellt" wurde, wird jetzt auf vielfachen Wunsch als Postkarte und Briefmarke herausgebracht.
Die Volksheilige Kümmernis, eine Prinzessin aus Süditalien, die sich zum Christentum bekehrte und dann der Heirat entzog, indem sie durch einen Bart "entstellt" wurde, wird jetzt auf vielfachen Wunsch als Postkarte und Briefmarke herausgebracht.
Die Sondermarke besitzt einen Wert von 0,68 Euro und zeigt die bärtige Frau, die auch als Wilgefortis bekannt ist, ans Kreuz genagelt. Sie wurde jedoch nie offiziell heilig gesprochen oder als Heilige anerkannt. Das Bild ist jedoch aus einem kulturellen Missverständins heraus entstanden.
Eigentlich sollte die Figur Jesus Christus mit Prunkgewand darstellen. In nördlich gelegenen Ländern kennt man diesen jedoch nicht, woraus sich die Legende der Heiligen Kümmernis entwickelt hat. Diese hat wegen ihres Aussehens für Irritation, Neugier und Diskussion gesorgt. Ganz wie Conchita Wurst heute.
Für das Diözesanmuseum Graz sei das ein Grund gewesen, seine weithin bekannte Kümmernis-Darstellung "als Botschafterin für kulturellen Dialog" in Form einer Briefmarke um die Welt zu schicken. Die Sondermarke ist zum Preis von 1,90 Euro erhältlich. Die Auflage ist begrenzt.