Diplomat soll Frauen wie Sklavinnen gehalten haben

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Ein in Wien lebender Diplomat und seine Frau sollen ihre Hausangestellten wie Leibeigene behandelt haben. Anklagen kann man ihn dafür nicht.
Rund um die Uhr arbeiten, kaum Ruhepause, kein Gehalt, keine Bezahlung für Überstunden. Eine der zwei Frauen, die unter solchen Bedingungen gearbeitet haben soll, soll sogar einen Selbstmordversuch verübt haben.

Die "Kronen Zeitung" berichtet über schwere Vorwürfe, die gegen einen in Wien tätigen Diplomaten aus dem Nahen Osten erhoben werden. "Moderne Sklaverei" schrieb sie.

Dem Bericht zufolge sollen der Botschafter und seine Frau die beiden jungen Frauen in ihrer Residenz ausgebeutet haben. Auch von Psychoterror und Einschüchterungsversuchen durch das Botschafter-Ehepaar ist die Rede.

CommentCreated with Sketch.13 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Diplomatische Immunität

Laut "Krone" ermittelte die Polizei zwar, aber eine Anklage ist durch die diplomatische Immunität nicht möglich. Man munkelt, dass der Botschafter bald von seinem Heimatland zurückgerufen wird.

Außenministerium forderte Stellungnahme

Dem Außenministerium sind die Vorwürfe ebenfalls bekannt: "Der betreffende Botschafter wurde mit den Vorwürfen konfrontiert und zur Stellungnahme aufgefordert", heißt es gegenüber der "APA".

Außerdem hat das Außenministerium die beiden Hausangestellten mit der Organisation LEFÖ in Kontakt gebracht, die Opfer des Menschenhandels berät. (red)

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