Österreich

Direktorin wirft Mädchen hinaus, weil es Bub war

Nach den Ferien darf Hannah nicht ihre Traumschule besuchen. Weil sie als Bub geboren worden war, wird ihr der Unterricht verweigert.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:50

Es war eine furchtbare Enttäuschung: Im Herbst sollte die zehnjährige Hannah (Name von der Redaktion geändert) auf die Privatschule Montessori Mokiwe in Brunn (NÖ) gehen. Jetzt bekam sie ein Schreiben, dass sie die Schule nicht besuchen darf. Denn als die Direktorin erfuhr, dass Hannah eigentlich als Bub auf die Welt gekommen ist, warf sie die Schülerin kurzerhand hinaus.

"Besonderheit" der Schülerin verschwiegen



Schwer betroffen erzählt die Mutter des Mädchens im „Biber"-Magazin, dass es bei Hannahs geplantem Schulantritt im Jänner keine Probleme mit ihrer Transgender-Identität gab. Dann kam der Sinneswandel: Die Direktorin behauptet, die Eltern hätten der Schule ein dreiviertel Jahr lang die „Besonderheit" ihrer Tochter verschwiegen.

Kinder müssen keine Angaben über Identiäts-Änderung machen



Geheimgehalten wurde Hannahs Identität laut ihrer Mutter allerdings nie. Bereits seit einigen Jahren ist sie offiziell ein Mädchen. Auch die Schule, die sich selbst als „weltoffen" titelt, soll informiert worden sein. Die Pädagogin bleibt dennoch hart, der Rauswurf gilt. Laut Bildungsministerium gilt hingegen: Transgender-Kinder müssen in Schulen keine Angaben über ihre Identitäts-Änderung machen. Weil Montessori eine Privatschule ist, kann der Landesschulrat aber nichts gegen den Rauswurf machen

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