Neben der Sonntagsfrage stellte "Heute" auch die (fiktive) Frage der Kanzler-Direktwahl. Herbert Kickl hat auch hier die Nase vorne, kommt mit – hochgerechnet – 30 Prozent auf denselben Wert wie seine Partei, die FPÖ.
Ein Asset für die ÖVP ist Karl Nehammer. Er kann den Kanzlerbonus gut ausspielen – deutlich mehr Befragte wollen ihn persönlich weiter am Ballhausplatz sehen (25 Prozent) als seine Volkspartei (21 Prozent).
Zum Bremsklotz für die Sozialdemokraten entwickelt sich Neo-Vorsitzender Andreas Babler. "Er verliert in der Kanzlerfrage an Boden", so Meinungsforscher Peter Hajek. Der SPÖ-Chef schafft in seiner "Unique Research"-Direktwahl-Hochschätzung 15 Prozent – sechs Punkte weniger als die SPÖ.
Bedenklich: Bierpartei-Chef Dominik Wlazny (8 Prozent) besiegt Vizekanzler Werner Kogler (7 Prozent), der seit 2019 mit den Grünen in Koalition mit der ÖVP ist. Deutlich vor ihm auch "pink Lady" Beate Meinl-Reisinger (mit 10 Prozent Zustimmung).KPÖ-Frontrunner Tobias Schweiger können sich lediglich drei Prozent der Österreicher als Kanzler vorstellen.