Diskriminierendes Job-Inserat sorgt für Ärger

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Eine Personalfirma löste mit einem diskriminierenden Job-Inserat auf Facebook einen heftigen Shitstorm aus.
In dem Inserat stand zu lesen: "Hierbei muss es sich um einen/eine Österreicher/in handeln und nicht nur um eine Person mit österreichischer Staatsbürgerschaft."

AK-Chef entsetzt



Das Anzeige wurde in der Gruppe "Jobs@Linz" auf Facebook gepostet. Kurze Zeit später fanden sich 200 Kommentare darunter. Der Auftraggeber der Ausschreibung war offenbar eine Bank in Linz. Gesucht wurde jemand für die "Verteilung der Post in den verschiedenen Büros."

CommentCreated with Sketch.67 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. AK-Chef Johann Kalliauer zeigte sich entsetzt: "Es ist unfassbar, dass solche Formulierungen noch immer in Ausschreibungen enthalten sind", kritisierte er in der "Kronen Zeitung".

Georg Fiederhell von der Firma Logex (Personalvermittler) versuchte aufzuklären: "Das wurde von einer Mitarbeiterin missverständlich formuliert und mitten in der Nacht online gestellt. Gesucht wurden tatsächlich EU-Staatsbürger, Österreicher bevorzugt. Als der Fehler bekannt wurde, wurde das Posting von uns sofort aus dem Internet genommen."

"Eindeutig rechtswidrig"



Laut Urteil der Arbeiterkammer ist die Stellenanzeige "eindeutig rechtswidrig und widerspricht dem Gebot der diskriminierungsfreien Ausschreibung."

Derartige Verstöße werden beim ersten Mal von der Bezirksbehörde abgemahnt, bei weiteren Vorfällen drohen Geldstrafen in der Höhe von 360 Euro. (red)

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