Die Auseinandersetzung zwischen US-Moderator Jimmy Kimmel und Präsident Donald Trump spitzt sich weiter zu.
Nun hat der Disney-Sender ABC eine Klage gegen die amerikanische Medienaufsichtsbehörde FCC eingereicht.
Kimmel ist Trump und seinen Anhängern seit Längerem ein Dorn im Auge. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde der Moderator nach Äußerungen zum tödlichen Attentat auf den radikalen Aktivisten Charlie Kirk vorübergehend von ABC abgesetzt ("Heute" hat berichtet).
Nach weltweiten Protesten durfte er aber bereits nach einer Woche wieder zurück auf Sendung.
Wie t-online unter Berufung auf die Washington Post berichtet, verschärfte ein weiterer Kimmel-Scherz über Melania Trump im Frühjahr den Konflikt.
Die Regierung erhöhte daraufhin den Druck auf ABC: Die FCC zwang mehrere Lokalsender des Netzwerks zu einer vorzeitigen Erneuerung ihrer Lizenzen und verwies auf laufende Ermittlungen wegen angeblicher Diskriminierung bei Disney-Tochtersendern.
ABC und Mutterkonzern Disney werfen der FCC vor, mit den Maßnahmen das Recht auf freie Meinungsäußerung zu verletzen.
In der Klage, die am Dienstag (18. August) bei einem Bundesbezirksgericht in Washington eingebracht wurde, heißt es, die Überprüfung der Sendelizenzen verstoße gegen den Ersten Verfassungszusatz der USA.
Der Fernsehriese sieht in den Ermittlungen eine "Vergeltungskampagne", da die Trump-Regierung die Programmgestaltung von ABC missbillige.
Die Spannungen zwischen der FCC unter dem von Trump eingesetzten Brendan Carr und ABC hätten sich in den letzten Monaten weiter zugespitzt.
Die FCC untersucht neben Diskriminierungsvorwürfen auch, ob die Talkshow "The View" den Gleichbehandlungsregeln der Behörde im Wahlkampf entsprechen.
Disney tritt in dem Verfahren ebenfalls als Klägerin auf.