Wirtschaft

DiTech: Investor soll 51 Prozent übernehmen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:18

Der insolvente Wiener Computerhändler DiTech hofft auf die finanzielle Hilfe eines deutschen Investors mit polnischen Wurzeln. Morgen soll der Deal fixiert sein - gelingt das, kann das Unternehmen noch gerettet werden.

Der insolvente Wiener hofft auf die finanzielle Hilfe eines deutschen Investors mit polnischen Wurzeln. Morgen soll der Deal fixiert sein - gelingt das, kann das Unternehmen noch gerettet werden.

Der Investor soll 51 Prozent an DiTech übernehmen, die Gründerfamilie Izdebska noch 49 Prozent behalten, sagte DiTech-Sprecher Mario Gündl am Donnerstag. Der Kaufpreis betrage nur einen symbolischen Euro. Dafür soll der Investor einen einstelligen Millionenbetrag ins Unternehmen stecken und Haftungen übernehmen. Das steht zumindest im bereits unterzeichneten Vorvertrag.

Es fehlen nur noch Details, am Freitag soll der Deal fixiert sein. Die Zeit drängt, denn spätestens am Freitag muss auch das Sanierungsverfahren beim Handelsgericht Wien beantragt werden. Der Investor will vorerst ungenannt bleiben, es handelt sich laut DiTech aber nicht um einen strategischen Partner aus der Elektronikbranche.

120 Mitarbeiter beim AMS vorangemeldet

Was das alles für die DiTech-Standorte und die Mitarbeiter bedeutet, ist noch unklar. Mehr als 120 Mitarbeiter sind bereits beim AMS vorangemeldet, ein großer Teil davon aus Wien. Die Gewerkschaft ist aber zuversichtlich, dass nicht alle gekündigt werden. Geplant ist derzeit, zwischen 60 und 80 Mitarbeiter abzubauen und einige Filialen zu schließen.

DiTech ist inzwischen bei der populären Online-Preisvergleichsplattform "geizhals.at" nicht mehr gelistet. "Sobald ein Insolvenzverwalter bestellt ist und es sicher ist wie es weitergeht wird DiTech natürlich wieder aktiviert. Ich bedauere die Entwicklung sehr", so "geizhals.at"-Sprecherin Vera Pesata.

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