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Djokovic-Entscheidung soll in nächsten Stunden fallen

Drei Richter des Bundesgerichts entscheiden, ob Novak Djokovic in Australien bleiben darf oder ob er ausreisen muss. Eine Entscheidung steht bevor.
20 Minuten
16.01.2022, 06:56

In der Gerichtssitzung in Australien im Fall von Novak Djokovic haben sich die Richter am frühen Sonntagnachmittag (Ortszeit) zur Entscheidungsfindung zurückgezogen. Drei Richter des Bundesgerichts entscheiden, ob der Weltranglisten-Erste im Land bleiben und an den am Montag in Melbourne beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ob er ausreisen muss. Der 34-jährige Titelverteidiger Djokovic hatte nach dem erneuten Entzug seines Visums Einspruch eingelegt.

Wann das Urteil fällt, war zunächst nicht bekannt. Man wolle den Nachmittag mit Beratungen zu dem Fall verbringen und hoffe, noch am Sonntag zu einer Entscheidung zu kommen, sagte der Vorsitzende Richter James Allsop.

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Vorbild für Impfskeptiker?

Zunächst hatten die Anwälte des 20-maligen Grand-Slam-Turniersiegers ihre Argumentationslinie dargelegt. Sie warfen unter anderem die Frage auf, ob Einwanderungsminister Alex Hawke nicht bedacht habe, ob auch eine "Anti-Impf-Stimmung" geschürt werde, wenn das Visum des Tennisprofis für ungültig erklärt werde. Dass der Aufenthalt die "Anti-Impf-Stimmung" fördern könne, hatte die australische Regierung als einen Grund angegeben, warum Hawke das Visum von Djokovic erneut für ungültig erklärt hatte. Die Regierungsseite argumentierte, dass Djokovic ein Vorbild für Impfskeptiker sein könne.

Nachdem die Sitzung gegen 9.30 Uhr begonnen hatte, war sie um 12.30 Uhr für eine einstündige Pause unterbrochen worden. Es sollte möglich sein, das Verfahren zur "Lunchtime" abzuschließen, hatte es zum Auftakt geheißen.

Die Anhörung selber ging fast sechs Stunden.

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