Der Weltranglisten-Erste, der sich ins Finale des Cincinnati-Ersatzturnieres in New York gespielt hat, lässt mit einer neuen Idee aufhorchen.
Der Serbe hat sein Amt als Präsident des Spielerrats der ATP zurückgelegt und will sich von der Spielerorganisation der Tennis-Herren abspalten. Auch seine Kollegen Vasek Pospisil und John Isner sind aus dem Council ausgestiegen. Djokovic will eine eigene Organisation gründen. Laut der New York Times soll diese "Professional Tennis Players Association heißen". Djokovic geht gerade auf Unterschriftensammlung bei den Spielern.
"Das Ziel der PTPA ist es nicht, die ATP zu ersetzen, aber die Spieler mit einer selbst-regierenden Struktur, unabhängig von der ATP, zu versehen und direkter Ansprechpartner der Spieler zu sein", heißt es von Djokovic.
Bei der ATP herrscht helle Aufregung, auch Herwig Straka, Manager von Dominic Thiem, äußert sich bei der APA sehr skeptisch: "Wir sind überzeugt, dass es nicht sinnvoll sind, so etwas zu machen, weil die Spieler in der ATP so repräsentiert sind durch die Struktur wie in keiner anderen Sportart irgendein Sportler."
"Ich habe mit Dominic gestern Kontakt gehabt und wir haben über die Situation gesprochen. Das ist seine Entscheidung. Ich habe ihm nur ganz neutral erklärt, dass ich es nicht verstehen würde, wenn man so eine gute Position aufgibt", erklärt Straka weiter.