Schützenhilfe nötig

Djokovic verzweifelt trotz Sieg, ihm droht kurioses Aus

Superstar Novak Djokovic muss trotz des Sieges gegen Hubert Hurkacz um den Aufstieg bei den Finals zittern. Hilflosigkeit schmeckt dem "Djoker" nicht.

Sport Heute
Djokovic verzweifelt trotz Sieg, ihm droht kurioses Aus
Novak Djokovic muss auf Schützenhilfe hoffen.
IMAGO/PanoramiC

Topfavorit Novak Djokovic hat bei den ATP Finals in Turin sein Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand. In dieser Rolle fühlt sich der Serbe alles andere als wohl. Beim Siegerinterview konnte Djokovic seinen nicht Ärger verbergen, gab sich verschlossen und einsilbig. Er weiß: Verliert Jannik Sinner am Abend, ist die ATP-Saison für ihn gelaufen.

Sieg, aber Satzverlust

Der Weltranglistenerste besiegte am Donnerstagnachmittag in seinem letzten Gruppenspiel den polnischen Nachrücker Hubert Hurkacz zwar mit 7:6, 4:6 und 6:1, muss aber für einen Aufstieg in das Halbfinale auf Sinner hoffen.

Der Südtiroler Sinner steht nach dem Sieg der Nummer eins schon sicher im Halbfinale. Am Donnerstagabend um 21 Uhr trifft der Italiener in der Grünen Gruppe auf Becker-Schützling Holger Rune. Sollte der 22-Jährige gegen den Dänen verlieren, wäre die Niederlage gleichbedeutend mit dem Ausscheiden von Djokovic.

Der sechsfache Gewinner der Finals hat seinen Aufstieg ins Halbfinale (Samstag) also nicht mehr selbst in der Hand. Auf die Frage nach dem Match gegen Hurkazc, warum er nach dem zweiten Satz so unzufrieden gewirkt hat, sagte der Serbe nur: "Ich war nicht gut drauf, weil ich einen Satz verloren habe." Der 36-Jährige fügte noch an: "Das war kein leichtes Spiel, sehr emotional. Danke für die Unterstützung."

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    GEPA

    Djokovic hatte im Match zunächst Probleme mit dem Aufschlag von Hurkacz, der für den verletzten Stefanos Tsitsipas (Griechenland) nachgerückt war, behielt im Tiebreak des ersten Satzes aber die Nerven. Den zweiten Durchgang gab der 36-Jährige ab, nach Breaks zum 3:1 sowie 5:1 und 2:04 Stunden Spielzeit verwandelte Grand-Slam-Rekordsieger Djokovic seinen ersten Matchball.

    Auch Zverev braucht Rückendeckung

    Olympiasieger Alexander Zverev, der das Turnier 2018 und 2021 gewonnen hatte, muss für den Einzug ins Halbfinale ebenfalls auf Unterstützung hoffen. Der Hamburger ist nach einem Sieg und einer Niederlage am Freitagabend gegen den Russen Andrej Rublew gefordert und braucht einen eigenen Sieg sowie zuvor einen Erfolg von Daniil Medwedew gegen Wimbledonsieger Carlos Alcaraz, um in die Vorschlussrunde einzuziehen.

    red
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