Australian Open

Djokovic-Wutausbruch bei Halbfinal-Abfuhr 

Novak Djokovic verpasst seinen 25. Grand-Slam-Titel. Bei den Australian Open war schon im Halbfinale Endstation. Der Serbe rastete dabei aus. 

Sport Heute
Djokovic-Wutausbruch bei Halbfinal-Abfuhr
Tennis-Star Novak Djokovic.
Imago Images

1:6, 2:6, 6:7 (5), 3:6 – Djokovic, die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, war gegen den furios aufspielenden Südtiroler Jannik Sinner über weite Strecken völlig chancenlos. Der 22-Jährige dominierte die Partie, vor allem in den ersten beiden Sätzen, ließ auch im vierten Durchgang nichts anbrennen, der zweite Matchball saß. Bemerkenswert dabei: Der Weltranglisten-Vierte ließ im gesamten Spiel keine einzige Breakchance zu. 

Für Djokovic endete so eine bemerkenswerte Serie in Melbourne. Vier Titel holte der Serbe in Folge, feierte 34 Siege am Stück, ehe nun die Klatsche gegen Sinner folgte. Damit verpasste der 36-jährige Tennis-Star auch die Chance auf den 25. Grand-Slam-Erfolg seiner Karriere, den elften Titel bei den Australian Open.

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    Djokovic-Wutausbruch

    Wie geladen der 36-järhige Tennis-Star war, zeigte sich im vierten Durchgang, als Djokovic kurzzeitig die Nerven verlor. Denn nachdem Gegner Sinner auf 4:1 gestellt hatte, explodierte der bereits brodelte Vulkan. Beim Weg zurück zur Bank drosch Djokovic einfach auf ein Außenmikrofon, das die Atmosphäre auf dem Platz einfangen sollte, ein. 

    Dabei hatte sich Djokovic ausgerechnet das Mikrofon, das direkt hinter dem Stuhl des Schiedsrichters befestigt war, ausgesucht. Dadurch bekam Referee Damien Dumusois von dem Wutausbruch nichts mit, Djokovic kam ohne Verwarnung davon. 

    "Schlechtestes Spiel"

    Wenig später diskutierte Djokovic dann mit Dumusois. Denn der Serbe empfand die Atmosphäre in der Rod Laver Arena als zu laut, der Unparteiische rief die Fans aber nicht auf, leiser zu sein. "Willst du etwas sagen? Willst du noch eine Tasse Tee trinken?", fragte Djokovic den Schiedsrichter spöttisch, beklagte sich darüber, dass Dumusois tatenlos zusah. Der Schiedsrichter behielt die Nerven, ließ Djokovic aufschlagen. Wenig später war die Niederlage dann perfekt. 

    "Ich war geschockt von meinem Spiel. Das ist eines der schlechtesten Grand-Slam-Spiele, die ich je gespielt habe. Aber gleichzeitig Gratulation an Sinner, dass er alles besser gemacht hat, als ich", musste Djokovic nach dem Spiel zugeben. "Ich habe das gesamte Turnier nicht mein bestes Tennis gespielt. Man kann sagen, dass das Semifinale zu erreichen, ein gutes Ergebnis ist, aber ich erwarte stets das Beste von mir", ergänzte der Serbe. 

    red
    Akt.
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