Die Drogeriekette dm führt den europäischen Bezahldienst Wero in ihrem Onlineshop ein. Ab dem 25. August sollen Kunden dort mit dem neuen Zahlungsmittel bezahlen können. Läuft es gut an, könnte der Dienst auch in den stationären Filialen eingeführt werden.
"Wir glauben, dass Wero ein relevantes Zahlungsmittel werden kann. Deshalb wollen wir als einer der Ersten dabei sein", so dm-Finanzchef Martin Dallmeier. Als Zielmarke nannte er einen Anteil von fünf Prozent nach den ersten sechs bis zwölf Monaten.
Das berichtet heise.de unter Berufung auf das Manager Magazin. Ein Vorteil für dm: Wero könnte deutlich günstiger sein als PayPal, das laut Zahlen des EHI Retail Institute im Schnitt 1,94 Prozent vom Umsatz der Händler kassiert.
Hinter Wero steht ein Verbund europäischer Banken namens European Payments Initiative (EPI). Der Dienst ist seit Juli 2024 am Start und bietet mobile Geldzahlungen von Nutzer zu Nutzer. Seit November 2025 ist er auch im Onlinehandel verfügbar - etwa bei Lidl, Decathlon oder Eventim.
Laut einer Bitkom-Umfrage wünschen sich 53 Prozent der Deutschen mehr europäische Bezahlalternativen. 37 Prozent wären sogar bereit, Abstriche beim Leistungsumfang zu machen, wenn der Dienst aus Europa kommt.
Allerdings ist Wero laut Verivox-Umfrage fast zwei Dritteln der Deutschen noch unbekannt. Für dm könnte die Einführung dennoch ein guter Schritt sein: Der Onlineshop ist laut Schätzungen auf Kurs zur Umsatzmilliarde.