DNA-Analyse bestätigt Wolfsrisse auf Kärntner Alm

Ein Wolf auf einem Feld in Niederösterreich (Archivfoto).
Ein Wolf auf einem Feld in Niederösterreich (Archivfoto).Privat
Sieben Wolfsrisse in Kärnten auf der Hochrindl sind seit Dienstag offiziell. DNA-Analysen des Land Kärntens bestätigen den Verdacht. 

Rund 50 Schafe sollen heuer bereits von einem Wolf getötet worden sein, heißt es von den Kärntner Almbauern. Zuletzt kam nach sieben Rissen auf der Hochrindl Wolfsverdacht auf. Am Dienstag bestätigte das Land Kärnten gegenüber dem "ORF" nun den Verdacht. Ob die Risse auf der Hochrindl in Zusammenhang mit den anderen Rissen in Kärnten stehen – etwa im Gailtal – sollen erst weitere Analysen zeigen, hieß es von Wildbiologin Patrizia Graf 

Das Ergebnis könnte auch Aufschluss über die Zahl der Wölfe in Kärnten geben. Laut ORF ist derzeit noch offen, ob es sich um drei oder mehr Wölfe handelt. 

Wolfsmanagement Ländersache

Nicht nur in Kärnten fordern Bauern seit Jahren den Abschuss von Problemwölfen. Auch in Salzburg, Tirol oder Oberösterreich prallen die Interessen von Bauern und Tierschützern immer wieder aufeinander. Eine österreichweit einheitliche Regelung gibt es nicht. Das Wolfsmanagement ist Ländersache. 

Zuletzt beschloss die Salzburger Landesregierung, dass der Abschuss von Wölfen per Verordnung stark erleichtert werden soll. WWF-Wolfsexperte Christian Pichler stößt das sauer auf. „Anstatt der Almwirtschaft langfristig zu helfen, will die Landesregierung das europäische Artenschutzrecht aushebeln. Das ist fahrlässig und verantwortungslos“, betont Pichler. Der Salzburger Agrarlandesrat Josef Schwaiger (ÖVP) pocht dagegen auf die Dringlichkeit von weiteren Schritten: „Es hat sich gezeigt, dass das Bescheidverfahren aufgrund der Verfahrensdauer kein geeignetes Instrument ist, weil rascher gehandelt werden muss."

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