Der Steuerzahler könnte beim Salzburger Finanzskandal mit einem blauen Auge davonkommen. Denn das offizielle Finanzportfolio wirft 150 Mio. Euro Gewinn ab. Und auch das zweite, inoffizielle Portfolio soll keinen großen Verlust aufweisen, berichtet das Ö1-Frühjournal.
Offizielle Zahlen will Finanzlandesrat Brenner am Mittwoch präsentieren. Eines steht aber jetzt schon fest: Das Land Salzburg hat über Jahre hinweg viel mehr Geld aufgenommen, als für den Haushalt benötigt wurde. Neben dem offiziellen Portfolio hat die entlassene Finanzreferentin mit weiteren 1,2 Mrd. Euro spekuliert.
Wer hat davon gewusst?
Utz Greiner, einer der Finanzbeiräte, die am Sonntag ihr Amt zurückgelegt haben, hat am Montag im Ö1-Mittagsjournal jede Schuld von sich gewiesen. Von den Schattengeschäften in Höhe von 1,2 Mrd. Euro habe er erst im Oktober erfahren, zuvor habe man offenbar über Jahre hinweg ein "Potemkinsches Dorf betrachtet". Über Auffälligkeiten sagte Greiner nur, dass die Finanzinstrumente und Risken grundsätzlich geregelt gewesen seien, für Unrelgelmäßigkeiten gab es "keine Anzeichen".